Going International

Internationale Zusammenarbeit im Bereich der berufsbildenden Schulen

Es ist Aufgabe der berufsbildenden Schulen, den Jugendlichen die nötigen Qualifikationen und Voraussetzungen für die Zukunft in einer globalisierten Welt mitzugeben. Dazu setzt die Sektion Berufsbildung zahlreiche

Initiativen

  • Information über die Qualität der österreichischen Berufs(aus)bildung
  • Erfahrungsaustausch und Entwicklung neuer Konzepte für die Berufs(aus)bildung gemeinsam mit den internationalen Partnern
  • Mitarbeit an internationalen Studien, Projekten und Programmen
  • Kooperation mit anderen Ländern bei Berufsbildungsreformen
  • Förderung und Unterstützung von >internationalen Begegnungen

Ziele

Eine qualitativ hochwertige Ausbildung an den berufsbildenden Schulen ermöglicht Karrierechancen über die Grenzen unseres Landes hinaus. Internationale Begegnungen und Zusammenarbeit verbessern diese Chancen, da sie den Jugendlichen die Möglichkeit geben

  • die Ausbildung und Arbeitswelt in anderen Ländern kennen zu lernen
  • mit Menschen aus unterschiedlichem kulturellem, sozialem, wirtschaftlichem Umfeld zusammenzuarbeiten
  • ihre Fremdsprachenkompetenz zu verbessern
  • ihre eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln

und somit die nötigen Schlüsselqualifkationen für eine erfolgreiche Zukunft zu erwerben.

Was zeichnet die berufsbildenden Schulen international aus?

  • Ausbildungsschwerpunkte und Rahmenlehrpläne mit den Möglichkeiten zu weiteren Schwerpunktsetzungen
  • bis zu 3 Fremdsprachen verpflichtend
  • bilinguale Klassen und Fremdsprachen als Arbeitssprache in fachspezifischen Bereichen
  • innovative Unterrichtsmethoden und Nutzung moderner Technologien
  • international anerkannte Qualifikationen und Zertifikate
  • Teilnahme an europäischen/internationalen Projekten und Austauschprogrammen, Auslandspraktika, internationalen Übungsfirmenmessen

EU-Kooperation - Beispiele

Neben Schulpartnerschaften, Projekt- oder Intensivsprachwochen, bieten die beiden großen Bildungsprogramme der Europäischen Union Leonardo da Vinci und Sokrates die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Schulprojekten, Bildungsaufenthalten, Berufspraktika und Fremdsprachenprogrammen.

Europass Berufsbildung: In diesem Dokument werden Auslandspraktika und Ausbildungsaufenthalte in anderen Mitgliedstaaten angeführt. Zukünftige Arbeitgeber können dadurch die Inhalte und erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber besser einschätzen.

Im Rahmen des Studienbesuchsprogrammes haben Berufsbildungsexperten die Möglichkeit, bei 3 bis 5tägigen Seminaren Berufsbildungssysteme anderer europäischer Länder kennenzulernen und Kontakte für eventuelle zukünftige Kooperationen zu knüpfen.
Mitarbeit am Europäischen Forum zur Transparenz beruflicher Qualifikationen, das von CEDEFOP betreut wird.

Spezielle Ausbildungskooperationen

Es gibt zahlreiche Kooperationsabkommen zwischen berufsbildenden höheren Schulen in Österreich und Fachhochschulen in Deutschland bzw. Universitäten im Vereinigten Königreich, die ein verkürztes Studium für BHS-Absolventen vorsehen.

Fremdsprachen

Erfolgreiche Teilnahme an der Aktion "Europasiegel für innovative Sprachenprojekte"

Zusammenarbeit mit ausländischen Prüfungszentren für internationale Fremdsprachenzertifikate:

  • Center für berufsbezogene Sprachen: CEBS Schülerinnen und Schüler berufsbildender Schulen erhalten Zugang zu Business English - CEIBT, Advanced English - CAE, Français des Affaires - CCIP, Italiano degli Affari - CLIDA-TC.
  • Center für internationale Qualifikationen (Fremdsprachen): C.IQ

Kooperation mit EUROPARAT - Beispiele

Lehrer, Lehrlinge und Schüler beteiligen sich an Projekten, Wettbewerben und Veranstaltungen zu Schwerpunktthemen des Europarates zur Förderung von Toleranz, Demokratie, Kulturbewusstsein und Fremdsprachenlernen (z.B. "Europa in der Schule", "Common European Framework", "Language Portfolio", „Europäisches Jahr der Sprachen"). Lehrer aus Österreich können durch das CDCC-Programm des Europarates an Fortbildungsveranstaltungen im europäischen Ausland teilnehmen.

OECD und UNESCO

Einige Handelsakademien bilden mit mehr als 3.000 UNESCO-Schulen in über 100 Ländern ein Netz zu den Themen Menschenrechte, Internationalisierung, neue Medien, Welt(kultur)erbe und Umweltschutz.
Österreich beteiligt sich aktiv an zahlreichen internationalen Studien der OECD zu verschiedenen Themen der Bildungsforschung

Bilaterale Kooperationen

Mittel- und Süd/Osteuropa

Die Neuorientierung der Berufsbildung ist eines der wichtigsten Anliegen der zentral- und süd/osteuropäischen Staaten. Ein gutes Berufsbildungssystem wirkt sich auch positiv auf das wirtschaftliche und soziale Umfeld aus und leistet einen wichtigen Beitrag zu Demokratie und Frieden. In Zusammenarbeit mit der European Training Foundation (ETF) und dem Verein Kulturkontakt unterstützt die Sektion Berufsbildung Projekte zur Förderung dieser Entwicklung. Die Betreuung österreichischer Kooperationsprojekte erfolgt durch die Beauftragten für Bildungskooperation, die vom Bildungsministerium entsandt werden.

  • Beispiele für Projekte und die Zusammenarbeit von berufsbildenden Schulen mit ihren Partnern:
  • Teilnahme an Wettbewerben, Unterrichtsprojekten und gemeinsamer Lehrerfortbildung
  • Jugendliche aus den Nachbarstaaten besuchen berufsbildende Schulen in Österreich
  • Bilinguale Schulen mit österreichischen Lehrkräften in Ungarn, in der Tschechischen Republik und der Slowakei.
  • Gemeinsame Bildungsprojekte u.a. mit Albanien, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Russland, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Ukraine und Ungarn.

Aufbau von Übungsfirmenzentralen und Einbindung in das internationale Übungsfirmennetz in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Übungsfirmenzentrale ACT


Kooperationsprojekte außerhalb Europas - Beispiele

Brasilien

In Minas Gerais, dem zweitgrößten Bundesstaat Brasiliens, wurden kaufmännische Schulen nach dem Muster der österreichischen Handelsakademien eingerichtet. Als Vorbild für die erste kaufmännische Schule in Belo Horizonte, die Escola Técnica de Formação Gerencial Sebrae MG, diente die zweisprachige Bundeshandelsakademie in Klagenfurt. Aufgrund des großen Erfolgs und des starken Interesses bei zukünftigen Schülern wurden in Minas Gerais bereits mehr als 20 Schulen dieser Art eingerichtet.

USA

  • Praktika österreichischer Lehrer und Lehrerinnen an Partnerschulen und in Betrieben in den USA zur Ausweitung der Fremdsprachkompetenz im Fachbereich ("workshadowing")
  • Kooperation im Rahmen des Übungsfirmennetzwerks

China

Expertenaustauschprogramm als Basis für gemeinsame Projekte im berufsbildenden Bereich
Ein Memorandum of Agreement mit der Provinz Kanton in Südchina zur Förderung der Berufsbildungskooperation wurde im Mai 2001 unterzeichnet.

Geändert am: 06.04.2018

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