EU-Ratspräsidentschaft 2018

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EU2018AT – Österreich übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Union

Am 1. Juli 2018 ist es soweit: Österreich übernimmt zum dritten Mal – nach 1998 und 2006 – bis Ende des Jahres den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Kolleginnen und Kollegen in unserem Ministerium arbeiten seit Monaten mit Hochdruck sowohl an den Vorbereitungen einer Vielzahl von Fachkonferenzen und Events als auch an den Dossiers, die es unter österreichischem Vorsitz in den Ratsarbeitsgruppen in Brüssel zu verhandeln gilt.
Die wichtigsten Themen unseres Ressorts auf einen Blick: 

Bildung und Wissenschaft

Die Zukunft der europäischen Kooperation im Bildungsbereich wurde mit den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates im Dezember 2017 zentral auf die politische Agenda gesetzt. Dieses Momentum wollen wir nützen, indem bestehende Instrumente wie der Strategische Rahmen für die Zusammenarbeit im Bereich der Bildung (ET 2020) bestmöglich mit der Vision eines Europäischen Bildungsraumes verbunden werden. Die Schaffung „Europäischer Hochschulen“ bis 2025 soll den europäischen Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationsstandort stärken.

Mit der neuen Generation von Erasmus (2021-2027) wird die Zukunft eines der EU-Erfolgsprogramme zentrales Thema des österreichischen Vorsitzes sein. Erasmus soll ein integriertes Programm für die Bereiche Allgemeinbildung, Berufsbildung, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, Jugend und Sport bleiben. Die Kernaktivitäten des derzeitigen Programms – die Förderung von Auslandsmobilität von Lernenden und Lehrenden sowie der Austausch im Rahmen von Partnerschaftsprojekten – sollen auch in Zukunft im Fokus stehen.

Weiters sind die Verbesserung der gegenseitigen Anerkennung von Schul- und Hochschulabschlüssen und Studienzeiten im Ausland sowie die Förderung von Sprachenlernen Teil der Agenda.

Forschung

Das neue EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizon Europe (2021-2027), wird die gesamte Wissenskette von der Grundlagenforschung bis zur Innovation abdecken und mit den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen 100 Mrd. Euro der drittgrößte Budgetposten der EU sein. Die Verhandlungen unter dem österreichischen EU-Vorsitz zielen darauf ab, bis Ende November 2018 eine Einigung zwischen den EU-Mitgliedstaaten über die Inhalte der Verordnung von Horizon Europe zu erreichen.

Daneben werden die Forschungsminister/innen unter der österreichischen EU-Präsidentschaft Schlussfolgerungen über den Stand der Reformen im Europäischen Forschungsraum beschließen. Dabei geht es darum, dass jedes Land seine eigenen Forschungsstrukturen öffnet und mit der Zeit ein einheitlicher Raum entsteht, in dem sich die Forschenden und das Wissen ohne Grenzen in Europa bewegen können.

Schließlich wird der EU-Vorsitz im Forschungsbereich die Zusammenarbeit mit anderen sektoralen Politiken suchen, von der Bildung, der Digitalisierung oder den Strukturfonds bis Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Europa.

Weitere Informationen zur österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im Bereich FTI finden Sie auf dem ERA Portal Austria.

Die offizielle Website von EU2018AT lautet: www.eu2018.at. Hier finden Sie auch das gesamte Programm des österreichischen Ratsvorsitzes zum Download.

Bis 30. Juni 2018 hat Bulgarien den Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne.

Downloads und weiterführende Informationen

Geändert am: 30.10.2018

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