BMUKK: Professor/innen-Titel an Anna Auer, Helga Wolf, Konrad Monsberger und Helmut Wildhaber

Im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur werden heute Vormittag verdiente Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur mit dem Berufstitel Professorin und Professor ausgezeichnet.

Der Festakt findet im Rittersaal des Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse statt. Die Laudationes halten Prof. Erich Lessing, Univ. Prof. Dr. Konrad Köstlin, Prof. Helmut Ascherl und Kammersänger Rudolf Katzböck.

Die Fotohistorikerin Anna Auer hat durch ihre jahrzehntelange wissenschaftliche Forschung und durch vielfältige Vermittlungsarbeit entscheidend zur heute international hohen Anerkennung österreichischer Fotografie beigetragen. Die Gründung der ersten privaten Fotogalerie 1970 in Wien, der Aufbau und die Leitung der internationalen "Sammlung Fotografis" im Auftrag einer österreichischen Großbank (1974-1987) sowie zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und internationale Symposien gelten heute als Meilensteine der Fotogeschichtsforschung in Österreich.
Nach mehrjährigen Recherchen am Paul Getty Research Los Angeles hat Anna Auer erstmals auch das Thema Exilfotografie in Ausstellung und Publikation (1998 "Übersee" Kunsthalle Wien, 2006 "Wolf Suschitzky" Literaturhaus Wien) thematisiert. Seit 2001 ist Anna Auer Präsidentin der "Europäischen Gesellschaft für die Geschichte der Fotografie".

Die Volkskundlerin und Kulturmanagerin Dr. Helga Maria Wolf studierte Europäische Ethnologie und Kunstgeschichte, wobei die Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf den Gebieten Kulturgeschichte und Brauchforschung liegen. Von 1987 bis 2004 leitete sie beim ORF, Studio Wien und Niederösterreich die Redaktion Großstadtleben und das Ressort Religion. Wolf gestaltete Sendungen und Sendereihen im Radio und Fernsehen und ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen. Zu ihren bekanntesten Büchern zählen "Damals am Alsergrund" (1991), "Das neue BrauchBuch" (2000), Weihnachten, Kultur und Geschichte (2005), Die Märkte Alt-Wiens (2006) und "Spurensuche Wien" (2007).

Konrad Monsberger erhielt seinen ersten Trompetenunterricht mit neun Jahren und studierte Trompete am Grazer Landeskonservatorium und an der Wiener Musikuniversität. Nach einem Lehramtsstudium an der Pädagogischen Akademie Graz unterrichtete er einige Jahre an der Musikhauptschule Hausmannstätten. Seit 1985 wirkt er als Trompeter im Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, außerdem ist er Mitglied des Wiener Kammerorchesters und der Österreichisch-Ungarischen Haydnphilharmonie. Seit 1983 ist Konrad Monsberger auch Mitglied des Ensembles Wiener Instrumentalsolisten, an deren internationalen Erfolgen er maßgeblichen Anteil hat. Monsberger gilt als hervorragender Interpret der Solo- und Ensembleliteratur für Trompete von der Renaissancemusik bis zur Moderne und Jazzliteratur

Der international bekannte Tenor Kammersänger Mag. Helmut Wildhaber, ein gebürtiger Klagenfurter, wurde 1980 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und 1990 zum Kammersänger ernannt. Wildhaber, der aus einer bekannten Kärntner Sängerfamilie stammt und selbst als Spezialist für Kärntner Liedgesang gilt, studierte Sologesang an der Musikhochschule in Graz. Daneben studierte er auch in den USA, absolvierte ein Lehramtstudium an der Universität Graz und unterrichtete einige Jahre an Gymnasien in Gleisdorf, St. Veit/Glan und in Braunschweig die Fächer Englisch, Musik und Sport. Wildhaber gilt als Spezialist auf dem Gebiet des Oratoriums und des Liedgesangs. Gastauftritte führten ihn an bedeutende Opernhäuser, u.a. nach Paris, Madrid, Barcelona, Venedig, Berlin, Dresden, Leipzig und Tokio.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Öffentlichkeitsarbeit/cb
Tel.: (++43-1) 53 120-5153

Wien, 11.9.2008

Geändert am: 06.04.2018

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