Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek prämiert die Polytechnische Schule Telfs (Tirol) mit dem Schulpreis 2014

Sonderpreis geht an die HAK|HAS Bad Ischl (Oberösterreich)

Die Preisträger/innen des Österreichischen Schulpreises und des Sonderpreises zum Österreichischen Schulpreis stehen fest: Der Schulpreis 2014 geht an die Polytechnische Schule Telfs (Tirol); den Sonderpreis zum Schulpreis erhält die HAK|HAS Bad Ischl (Oberösterreich). Mit den Anerkennungspreisen zum Schulpreis werden die Volksschule Markt Allhau (Burgenland) und die Integrative Lernwerkstatt Brigittenau (Wien) ausgezeichnet, die Anerkennungspreise zum Sonderpreis erhalten die Neue Mittelschule Graz - Dr. Renner und das Sonderpädagogische Zentrum "Die Holzhausergasse" (Wien). Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek vergab die Auszeichnungen im feierlichen Rahmen der Schulpreis-Gala im Kunsthistorischen Museum Wien.

"Die einfallsreichen, innovativen und vielfältigen Einreichungen zum Österreichischen Schulpreis 2014 zeigen deutlich: Schule passiert in Österreich Tag für Tag in herausragender Qualität. Unsere Pädagoginnen und Pädagogen sind top motiviert und dank ihrem Engagement gibt es viele großartige Schulen im diesem Land. Veranstaltungen wie der Österreichische Schulpreis sind wichtig, um genau diese Leistungen und diesen Einsatz sichtbar zu machen und vor den Vorhang zu holen. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern von ganzem Herzen", so Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Österreichischer Schulpreis - für die Besten der Besten

Der mit 10.000 Euro ausgeschriebene Schulpreis, der mit 5.000 Euro dotierte Sonderpreis und die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Anerkennungspreise würdigen die herausragende pädagogische Arbeit von Schulen in Österreich. 79 Schulen aus allen Bundesländern Österreichs reichten für den Schulpreis 2014 ein, eine Fachjury nominierte sechs Finalist/innen anhand von acht Qualitätskriterien: Lernerfahrungen und Lernergebnisse, Lernen und Lehren, Lebensraum Klasse und Schule, Führung und Schulmanagement, Professionalität und Personalentwicklung, Schulpartnerschaft und Außenbeziehungen, Umgang mit Vielfalt sowie Internationalität. Während der Österreichische Schulpreis die herausragende Arbeit in allen sechs Bereichen auszeichnet, prämiert der Sonderpreis zum Schulpreis die herausstechende Leistung auf einem bestimmten Gebiet.

Preisträger Österreichischer Schulpreis 2014: Polytechnische Schule Telfs (Tirol)

Das Motto der Polytechnischen Schule Telfs charakterisiert die Schule auf den Punkt: "be individual - be PTS Telfs". Im Gesamtbild der PTS Telfs wird eines deutlich: In dieser Schule, die ihr 40-jähriges Jubiläum gerade hinter sich hat, steht jeder einzelne Schüler, jede Schülerin im Zentrum. Ihre Interessen und Begabungen, ihr sozialer Hintergrund, ihre Visionen für die Zukunft sind die Basis der Schulentwicklung der PTS Telfs. Damit kreiert die Schule ihr Leitbild und ihre Schwerpunkte aus den Bedürfnissen der Schüler/innen. Durch die nachhaltige Reflexion von Selbst- und Fremdbild und in der Auseinandersetzung mit den Anforderungen an eine innovative Polytechnische Schule ist es dem Pädagog/innenteam der PTS Telfs gelungen, den Schüler/innen in dem kurzen Zeitraum eines Jahres Fundament und Sprungbrett für ihr weiteres Leben zu sein. Und nicht nur das: Mit zahlreichen Sozialprojekten beweist die Schule auch, dass gesellschaftliche Partizipation und Anteilnahme wie selbstverständlich zum Schulalltag gehören. Auch die originelle Einreichung zum Schulpreis will erwähnt werden: Die Jurymitglieder hielten einen Reisekoffer in den Händen, in dem die die PTS Telfs mit verschiedenen "Reiseberichten" zu einer "Bildungsreise" durch ihre Schule einlud.

Preisträger Sonderpreis zum Österreichischen Schulpreis 2013: HAK|HAS Bad Ischl (Oberösterreich)

Die HAK|HAS Bad Ischl wird für ihre herausragenden Leistungen zum Schwerpunkt "Entwicklung von vielfältigen sozialen Projekten in- und außerhalb der Schule" ausgezeichnet. Sichtbar wird das soziale Engagement der Schule unter anderem an den Jahresmottos der Schule, wie beispielsweise am Motto des Vorjahres 2013/14 "Generationen im Dialog", das die Intention hatte, die Kommunikation zwischen verschiedenen Altersgruppen zu fördern. Hier wurde mit verschiedenen Vereinen wie dem Skisprungverein, Kindergärten und der Gemeinde zusammengearbeitet, um den Schülerinnen und Schülern viele verschiedene Perspektiven aufzuzeigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, unterschiedlichste Erfahrungen zu machen und auszutauschen. Verhaltensvereinbarungen mit Schulpartnern sowie innovative soziale Projekte konnten die Jury zusätzlich überzeugen. So wurde "We MAC it - Aggressionsabbau durch Kunstverständnis" in Zusammenarbeit mit einem Künstler in Bad Ischl durchgeführt um sich als gemeinsames Projekt gegen den Vandalismus der Stadt zu wenden. Aufgehängte Boxsäcke in Parks und auf der Esplanade sollten auf das Thema aufmerksam machen und die Möglichkeit bieten, Aggressionen abzubauen. Durch das Projekt "Volle Koffer statt Vollkoffer" rückten die 16, an der Schule vertretenen Nationen, vor den Vorhang. Individuell gepackte Koffer standen hierbei symbolisch für die kulturelle Vielfalt der Schule.

Wien, 10.10.2014

Geändert am: 06.04.2018

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