BM Heinisch-Hosek verleiht Schulpreis an VS Kinderinsel an der Wasserwelt und Hertha Firnberg Schulen

Erstmals zwei Schulpreise – für Lesekompetenz und Gendergerechtigkeit 

„Eine Schule, in der alle Kinder – egal ob Mädchen oder Buben – ihre Potentiale voll ausschöpfen können und die Kindern Freude am Lesen vermittelt, ist Teil meiner Vorstellung einer Schule der Zukunft“, so Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die heute in der Orangerie Schönbrunn den Österreichischen Schulpreis 2015 gleich zweimal verlieh: In der Kategorie Lesekompetenz gewann die Volksschule „Kinderinsel an der Wasserwelt“, Preisträger in der Kategorie Gendergerechtigkeit sind die Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus (HFS).

Mehrsprachigkeit als „Sprachenschatz“ verstehen

Die „Kinderinsel an der Wasserwelt“ ist eine Volksschule in Wien, die jedes Kind als einzigartig und vollkommen betrachtet. Mehrsprachigkeit wird an dieser Schule als hohes Entwicklungspotential  – als „wertvoller (Sprach)Schatz“ – angesehen. Mit einem mehrsprachigen Leseatelier wird der Erwerb der Lesekompetenz in der Erst- und der Zweitsprache gefördert. „Lesen ist eine kulturelle Schlüsselkompetenz und wer nicht oder nicht gut lesen kann, dem fehlt in unserer Gesellschaft der entscheidende Zugang zu Wissen und Information. Frühzeitige und nachhaltige Leseförderung ist daher umso wichtiger“, so Bundesministerin Heinisch-Hosek. 
Den zweiten Platz in der Kategorie Lesekompetenz erhält das BRG/BORG Kirchdorf (Oberösterreich), mit dem dritten Platz wurde die NMS Kirchberg an der Raab (Steiermark) ausgezeichnet. 

Gendergerechtigkeit bestimmt den Schulalltag

Die HFS in Wien ist eine herausragende Schule in Sachen Geschlechtergleichstellung und Chancengerechtigkeit mit Maßnahmen auf mehreren Qualitätsebenen seit vielen Jahren. Gender Mainstreaming ist im Leitbild und im Qualitätsmanagement der Schule nachhaltig verankert und wird durch eigene Steuergruppen, für welche die Schulleitung Zeit- und Geldressourcen bereitstellt, breit mitgetragen. Das bedeutet, dass die Chancengleichheits- und Geschlechterthematik nicht nur in Einzelprojekten bearbeitet wird, sondern im gesamten Schulalltag Relevanz hat und Thema ist. Heinisch-Hosek: „Genderbilder begegnen Kindern von klein an. Gerade in der Schule ist es daher essentiell, festgefahrene Rollenbilder aufzubrechen.“
Auf Platz zwei in der Kategorie Gendergerechtigkeit schaffte es das GRG 6 Rahlgasse (Wien), Platz drei erreichte die BAKIP Linz (Oberösterreich). 

„Ich gratuliere allen Gewinner-Schulen von ganzem Herzen. Sie zeigen in ihrer täglichen Arbeit,  was Schule alles sein kann und sein soll: Ein Ort, an dem Lehren und Lernen mit viel Freude und Engagement stattfindet, an dem LehrerInnen und SchülerInnen einander wertschätzen und wo stets Platz für Innovation und Weiterentwicklung ist!“, zeigt sich Bildungsministerin Gabriele-Heinisch erfreut über die herausragenden PreisträgerInnen.

Österreichischer Schulpreis – höchste Auszeichnung für Schulen 

Der Österreichische Schulpreis würdigt seit 2008 die herausragende pädagogische Arbeit von Schulen in Österreich und ist die höchste Auszeichnung für Schulen, die das Ministerium vergibt. Erstmals wurden heuer zwei Schulpreise zu zwei gleichwertigen thematischen Schwerpunkten vergeben: Gendergerechtigkeit und Lesekompetenz. 91 Schulen aus allen Bundesländern reichten für den Schulpreis 2015 ein, eine Fachjury nominierte in den zwei Kategorien anhand von acht Qualitätskriterien jeweils drei FinalistInnen: Lernerfahrungen und Lernergebnisse, Lernen und Lehren, Lebensraum Klasse und Schule, Führung und Schulmanagement, Professionalität und Personalentwicklung, Schulpartnerschaft und Außenbeziehungen, Umgang mit Vielfalt sowie Internationalität. 

Bilder der Veranstaltung finden Sie in Kürze unter: http://bdb.bmbf.gv.at/BilderSet/353 

Wien, 21.10.2015

Geändert am: 06.04.2018

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