Autonomiepaket

Ziel: Bildungserfolg für alle Schülerinnen und Schüler

Schülerinnen und Schüler beschreiten – unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache, ethnischer/kultureller Herkunft, Religionszugehörigkeit und Beeinträchtigung - ihren individuell besten Bildungsweg.

Junge selbstbestimmte Menschen kennen ihre Stärken und Begabungen. Sie sehen ihre Perspektiven, nutzen ihre Chancen und blicken dem weiteren Leben erwartungsvoll, neugierig und positiv entgegen.

Sie wissen, dass sie ihr privates und berufliches Leben meistern können. Als aktive Mitglieder der Gesellschaft übernehmen sie Verantwortung und wissen um die Bedeutung von Mitbestimmung und Mitgestaltung an ihr.

Grafik - Junge selbstbestimmte Menschen Junge selbstbestimmte Menschen verfügen über Reflexions- und Kritikfähigkeit, haben eine wertschätzende Grundhaltung gegenüber sich und anderen, erkennen die Bedeutung von lebenslangem Lernen, sind offen für Veränderungen, agieren eigenverantwortlich, erkennen Zusammenhänge Bild vergrößern

Verantwortung der autonomen Schule:

Schule – unabhängig von Schulart und Schultyp - hat die Verantwortung, die für die Kinder und Jugendlichen besten Rahmenbedingungen für einen Bildungserfolg zu schaffen. Die erweiterten Freiräume und Veränderungen im Autonomiepaket schaffen die Voraussetzungen für eine selbstverantwortete, chancengebende Schule. Die autonome Schule wird an dem Erfolg beurteilt, den sie unter Nutzung der Freiräume erzielt. Der Erfolg wird an dem Bildungserfolg ihrer SchülerInnen gemessen.

Die autonome Schule nutzt die neuen Freiräume, um die in den Bildungsstandards und der standardisierten Reife- und Diplomprüfung definierten Zielvorgaben bestmöglich zu erreichen und verwendet Instrumente des Qualitätsmanagements zur Zielerreichung.

Die Standorte wählen selbstverantwortlich und eigenständig – auf dem Stand der neuesten Wissenschaft – pädagogische Konzepte und Organisationsformen, um

  • den Bedürfnissen der SchülerInnen,
  • der Ausbildung und den Stärken der Pädagoginnen und Pädagogen und
  • den Besonderheiten der Standorte und der Region

gerecht zu werden.

Graphik: Mehr Freiraum, um Schulorganisation und Unterricht auf den tatsächlichen Bedarf der SChülerInnen und der Regionen anzupassen Bild vergrößern

Damit ändert sich die Aufgabe der autonomen Schule:

Im Zentrum der Entwicklung steht die Vision, die es mit der Schulentwicklung zu erreichen gilt. Für Schwerpunkte, Instrumente und Methoden der Schulentwicklung gibt es keinen besten Ansatz: So unterschiedlich wie die Schulen und deren Entwicklungsstand sind, so unterschiedlich können Schulen auch weiterentwickelt werden. Die lokale Schulentwicklung bekommt dadurch einen höheren Stellenwert.

Ziel der Umsetzung des Autonomiepakets: Gelebte Autonomie an Schulen

Unterrichtsorganisation:

  1. Nutzung der flexibilisierten Unterrichtszeit
    (Stundenblockungen, Öffnung der 50 Minuten Einheiten)
  2. Liberal festgelegte Öffnungszeiten
    (Vorverlegung des Unterrichtsbeginnes)
  3. Bildung von Gruppen nach inhaltlichen und fachlichen  Gesichtspunkten
    (klassen-, jahrgangs-, fächerübergreifend, fächerverbindend, projektorientiert)

Organisationsentwicklung:

  1. Erarbeitung eines pädagogischen Konzepts
    (Evaluation & Standortbestimmung, Ableitung von Zielen, Gestaltung der Unterrichtsorganisation, …)
  2. Professionelle Kommunikation
    (Abstimmung aller PädagogInnen einer Klasse / in Fächern, mit den Schulpartnern und anderen Akteuren) 
  3. Nutzenstiftende Kooperation  z. B. mit (über)regionalen / internationalen (außer)schulischen Partnern 

Personalauswahl und -entwicklung:

  1. Professionelle Personalauswahlverfahren (Ausschreibungen, strukturierte Auswahlgespräche, geplante Induktionsphase)
  2. Gelebte Personalentwicklung an Schulen:
    (Entwicklungsgespräche, Unterrichtsplanung entlang von Stärken & Potenziale der Lehrkräfte)
  3. Fortbildung als Personalentwicklungsinstrument
    (Gezielte Bedarfsmeldungen direkt an PHs zur Organisation maßgeschneiderter Kurse & Workshops)

Individualisierte Unterrichtsentwicklung:

  1. Einsatz von Diagnoseinstrumenten
    (Sprachkompetenzdiagnose, Lernfortschrittsgespräche, …)
  2. Einsatz erweiterter Unterrichtsformen
    (Projektunterricht, offene Lernformen, Freiarbeit, Technologieeinsatz, Peer-Learning, vernetzte aufeinander abgestimmte Inhalte)
  3. Kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung
    (alt. Leistungsbeschreibung, …)


Geändert am: 06.04.2018

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