Chancenindex

  • Die indexbasierte Ressourcenzuteilung verfolgt das Ziel, einheitliche und transparente Kriterien festzulegen. Das gesetzlich vorgesehene Modell zur indexbasierten Ressourcenzuteilung baut auf Pilotierungen in einigen Bundesländern auf.
  • Die Bewirtschaftung der Lehrpersonalressourcen durch die Bildungsdirektionen an die Schulen hat sich jedenfalls
    • an der Zahl der Schülerinnen und Schüler
    • am Bildungsangebot
    • am sozio-ökonomischen Hintergrund
    • am Förderbedarf der SchülerInnen
    • an deren im Alltag gebrauchten Sprache und
    • an den regionalen Bedürfnissen
      zu orientieren.
  • Zusätzlich kann die zuständige Bildungsministerin/der zuständige Bildungsministerzur Berücksichtigung des sozio-ökonomischen Hintergrunds der SchülerInnen durch Verordnung entsprechende Kriterien festlegen. Die Schulfinanzierung auf Basis eines Chancenindex bedeutet Ressourcenverteilung anhand von sozialen Merkmalen in den SchülerInnenpopulationen, die auf eine Bildungsbenachteiligung hinweisen. Solche Merkmale sind z. B. die Alltagssprache der SchülerInnen, der Bildungsstand und die berufliche Position der Eltern, der Bezug von Sozialhilfe usw.
  • Der Bereich Pädagogischer Dienst hat bei der Bewirtschaftung der Lehrpersonalressourcen mitzuwirken.
  • Prozess der Ressourcenzuteilung:
    • Alle Schulen erhalten ein Grundkontingent.
    • Anhand der Sozialraumdaten werden jene Gebiete identifiziert, in denen Schulen mit erhöhtem Ressourcenbedarf zu erwarten sind.
    • Anhand der Daten aus der Schuldatenbank werden die Sozialraumdaten validiert und gegebenenfalls dem tatsächlichen Bedarf entsprechend nachgeschärft. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht.
    • Die indexbasierten Ressourcen werden auf Basis dieses zweistufigen Verfahrens zusätzlich zum Grundkontingent zugeteilt.

Geändert am: 06.04.2018

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