Bildungsreform 2017

Freiheit für die Schulen, Transparenz fürs System, Modellregionen für die gemeinsame Schule

Unsere Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Stärken, Talente und Bedürfnisse – jedes Kind und jede Schulgemeinschaft ist einzigartig. Auch das regionale Umfeld der Schulstandorte ist jeweils unterschiedlich. Diesen verschiedenen Anforderungen und Bedürfnissen muss unser Schulsystem Rechnung tragen. Das kann nur gelingen, wenn Pädagoginnen und Pädagogen, Schulleiterinnen und Schulleiter mehr Gestaltungsfreiheit haben. Mit dem Autonomiepaket wird dieser Gestaltungsspielraum durch pädagogische, organisatorische und personelle Freiräume geschaffen.

Freiräume am Standort brauchen im Hintergrund eine sorgfältige Qualitätskontrolle, um die beste Bildung für Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Diese soll durch ein systematisches Bildungsmonitoring und externe Evaluation der Schulen auf Basis eines einheitlichen Qualitätsrahmens sichergestellt werden.

Durch die Neuordnung einer gemeinsamen, einheitlichen Bildungsbehörde, der Bildungsdirektion, wird für Transparenz und Effektivität in der Schulverwaltung gesorgt.
Das Bildungsreformgesetz wurde mit 28.6.2017 im Nationalrat beschlossen und mit 15.9. 2017 kundgemacht.

Die Bildungsreform betrifft alle 5.800 österreichischen Schulen mit ihren 1.124.633 Schülerinnen und Schülern und ihre Eltern sowie 126.229 Lehrerinnen und Lehrern. 

Ziele der Bildungsreform

  • Maximale pädagogische Gestaltungsfreiheit am einzelnen Schulstandort zur Erstellung innovativer Bildungsangebote bei gleichzeitiger Planungs- und Ressourcensicherheit
  • Ermöglichung regionaler Bildungskonzepte, in denen Schulprofile sinnvoll aufeinander abgestimmt und Übergänge für Schüler/innen optimal gestaltet werden
  • Bessere Qualifizierung von Schulleiter/innen und bedarfsgerechte, autonom am Schulstandort ausgerichtete Fort- und Weiterbildung für Lehrer/innen
  • Erhöhung der Transparenz und verbesserte Steuerung des Schulsystems durch eine gemeinsame einheitliche Bund-Länder-Bildungsbehörde
  • Gezielte Qualitätsentwicklung durch besseres Qualitätsmanagement und einheitliches Bildungscontrolling

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Geändert am: 08.10.2019

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