Die Bildungsreform bringt’s

Freiheit für die Schulen, Transparenz fürs System, Modellregionen für die gemeinsame Schule

Kinder vor Schultafel Foto: iStock / shironosov

Unsere Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Stärken, Talente und Bedürfnisse – jedes Kind und jede Schulgemeinschaft ist einzigartig. Auch das regionale Umfeld der Schulstandorte ist jeweils unterschiedlich. Diesen verschiedenen Anforderungen und Bedürfnissen muss unser Schulsystem Rechnung tragen. Das kann nur gelingen, wenn Pädagoginnen und Pädagogen, Schulleiterinnen und Schulleiter mehr Gestaltungsfreiheit haben. Mit dem Autonomiepaket wird dieser Gestaltungsspielraum durch pädagogische, organisatorische und personelle Freiräume geschaffen.

Freiräume am Standort brauchen im Hintergrund eine sorgfältige Qualitätskontrolle, um die beste Bildung für Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Diese soll durch ein systematisches Bildungsmonitoring und externe Evaluation der Schulen auf Basis eines einheitlichen Qualitätsrahmens sichergestellt werden.

Durch die Neuordnung einer gemeinsamen, einheitlichen Bildungsbehörde, der Bildungsdirektion, wird für Transparenz und Effektivität in der Schulverwaltung gesorgt.
Das Bildungsreformgesetz wurde mit 28.6.2017 im Nationalrat beschlossen und mit 15.9. 2017 kundgemacht.

Die gesetzlichen Bestimmungen der Bildungsreform treten nun schrittweise über die nächsten Jahre hinweg in Kraft. Die zentralen Neuerungen im Bereich Schulautonomie werden mit September 2018 wirksam.

Die Bildungsreform betrifft alle 5.800 österreichischen Schulen mit ihren 1.124.633Schülerinnen und Schülern und ihre Eltern sowie 126.229 Lehrerinnen Lehrern.

Anzahl der SchülerInnen, LehrerInnen und Schulen pro Schultyp Anzahl der SchülerInnen, LehrerInnen und Schulen pro Schultyp, Personen auf 100 gerundet, Quelle: Statistik Austria SJ 2015/16 Bild vergrößern

Ziele der Bildungsreform

Maximale pädagogische Gestaltungsfreiheit am einzelnen Schulstandort zur Erstellung innovativer Bildungsangebote bei gleichzeitiger Planungs- und Ressourcensicherheit

Ermöglichung regionaler Bildungskonzepte, in denen Schulprofile sinnvoll aufeinander abgestimmt und Übergänge für SchülerInnen optimal gestaltet werden

Bessere Qualifizierung von SchulleiterInnen und bedarfsgerechte, autonom am Schulstandort ausgerichtete Fort- und Weiterbildung für Lehrer/innen

Erhöhung der Transparenz und verbesserte Steuerung des Schulsystems durch eine gemeinsame einheitliche Bund-Länder-Bildungsbehörde

Gezielte Qualitätsentwicklung durch besseres Qualitätsmanagement und einheitliches Bildungscontrolling

Wann erreicht die Schulen welche Maßnahme?

Jänner 2018
  • Neues Auswahlverfahren Lehrpersonen
    (Umsetzung Bundesschulen)
September 2018
  • Schulautonome Klassen und Gruppengrößen
  • Schulautonome Schulzeitbestimmungen
  • Flexibilisierung der 50-Minuten-Einheit
  • Ermöglichung der Einrichtung von Clustern
  • Neuregelung  SPF-Verfahren

Jänner 2019
  • Start Bildungsdirektion
  • Besetzung der Schulaufsicht durch die Bildungsdirektion
  • Neues Auswahlverfahren Lehrpersonen
    (Umsetzung Pflichtschulen)
  • Neues Verfahren SchulleiterInnenbestellung
ab 2020
  • Neue Struktur der Schulaufsicht ab 1.9. 2020

Geändert am: 14.02.2018

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