Ressourcenzuteilung und Ressourcensicherheit

  • Die Bewirtschaftung der Lehrpersonalressourcen wird weiterhin in einem zweistufigen Verfahren erfolgen: In einem ersten Schritt vom zuständigen Ministerium an die Bildungsdirektionen und von diesen in einem zweiten Schritt an die Schulen.
  • Die je Bundesland bzw. je Bildungsdirektion verfügbaren Kontingente an Bundes- und Landeslehrpersonen werden jeweils nach den bestehenden rechtlichen Grundlagen bemessen. Dafür werden die derzeit geltenden Schlüssel unverändert weiter verwendet.
  • Die Zuteilung im Bundeslehrpersonenbereich erfolgt wie bisher in Wochenstunden auf Basis der Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Klassen.
  • Die Zuteilung im Landeslehrpersonenbereich erfolgt ebenso wie bisher in Planstellen auf Basis der Zahl der Schülerinnen und Schüler nach im Finanzausgleich vereinbarten Maßzahlen.
  • Zusätzlich werden für beide Schulbereiche zweckgebundene Zuschläge gewährt, wie etwa für ganztägige Schulformen und für Sprachstartgruppen und Sprachförderkurse, deren Ausmaß ebenfalls von der Zahl der betroffenen Schülerinnen und Schüler und den erforderlichen Lehrpersonen-Wochenstunden abhängt.
  • Die erweiterten schulautonomen Möglichkeiten bei der Gestaltung der Unterrichtsorganisation, insbesondere die Festlegung der KlassenschülerInnen-, Eröffnungs- und Teilungszahlen, haben keine Auswirkung auf die Ressourcenzuteilung. Die Kontinuität der Ressourcenausstattung – und damit der sichere Rahmen für die Gestaltung einer schulautonomen Unterrichtsorganisation – ist sichergestellt. Die Ressourcenzuteilung an die einzelnen Schulen ist eine der zentralen Aufgaben der neuen Bildungsdirektionen. Sie erfolgt nach transparenten und gesetzlich festgelegten Kriterien:
    • die Zahl der Schülerinnen und Schüler
    • das Bildungsangebot
    • der sozio-ökonomische Hintergrund
    • der Förderbedarf der SchülerInnen
    • die im Alltag gebrauchten Sprache und
    • die regionalen Bedürfnisse
  • Die Berechnung und Zuweisung der Ressourcen an den einzelnen Schulen erfolgt nach den oben genannten Kriterien sowie auf Grundlage der bisher geltenden Bestimmungen zur Bildung von Klassen. Für den Pflichtschulbereich gilt damit beispielsweise nach wie vor die Klassenschülerzahl 25 als relevante Berechnungsgröße bei der Ressourcenzuteilung. Auf Basis dieser Ressourcenzuteilung sind anschließend variable Klassenbildungen an jedem Standort möglich, d. h. der Ressourcenpool kann am jeweiligen Standort entsprechend dem pädagogischen Bedarf flexibel eingesetzt werden.
  • Der/die zuständige Minister/in kann zur Berücksichtigung des sozio-ökonomischen Hintergrunds der Schülerinnen und Schüler durch Verordnung entsprechende Kriterien festlegen. (Chancenindex)
  • Die Abteilung Pädagogischer Dienst hat bei dem Einsatz der Lehrpersonalressourcen mitzuwirken.

Geändert am: 09.10.2018

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