Deutschförderklassen: MIKA-D, Neuerungen und Angebote

MIKA-D (Messinstrument zur Kompetenzanalyse – Deutsch)

Im Sinne der Transparenz und Objektivierung der Vergabe des ordentlichen bzw. außerordentlichen Status ist nun seit 1. April 2019 flächendeckend MIKA-D, ein bundesweit einheitliches und standardisiertes Instrument zur Feststellung der Kenntnisse in der Unterrichtssprache Deutsch im Einsatz. MIKA-D erfüllt wissenschaftliche Gütekriterien und ist bei all jenen Schülerinnen und Schülern anzuwenden, bei denen ein Förderbedarf in der Unterrichtssprache Deutsch bei der Schulreifefeststellung erkannt wird bzw. die im außerordentlichen Status geführt werden.
Weitere Informationen

Seit 1. April ist MIKA-D flächendeckend im Einsatz. MIKA-D dient zur Feststellung des Sprachstands und ist bei all jenen Schülerinnen und Schülern anzuwenden, bei denen im Zuge der Schulreifefeststellung Förderbedarf in der Unterrichtssprache Deutsch festgestellt wird sowie bei jenen, die am Ende des Semesters einen außerordentlichen Status aufweisen. Auf Basis des Ergebnisses erfolgt eine Aufnahme in den ordentlichen bzw. außerordentlichen Status (vgl. § 4 Abs. 2a und § 18 Abs. 14 SchUG). Im Falle eines außerordentlichen Status gibt das Instrument auch Auskunft darüber, ob ein/e Schüler/in einem Deutschförderkurs oder einer Deutschförderklasse zugeteilt wird.

Schulleiter/innen-Leitfaden Deutschförderklassen und Deutschförderkurse

Für das Schuljahr 2019/20 wird ein aktualisierter Leitfaden für Schulleiter/innen zur Verfügung gestellt. Ziel dieses Leitfadens ist es, die Schulleiter/innen über die Eckpunkte des Modells der Deutschförderung für außerordentliche Schüler/innen zu informieren und damit die Umsetzung am jeweiligen Schulstandort zu unterstützen.
Deutschförderklassen und Deutschförderkurse. Leitfaden für Schulleiterinnen
und Schulleiter

Aufsteigen aus der Deutschförderklasse in die nächsthöhere Schulstufe

Für das Schuljahr 2018/19 stellt eine spezielle Regelung sicher, dass Schüler/innen, die im Sommersemester des Schuljahres 2018/19 eine Deutschförderklasse besucht haben, die Möglichkeit bekommen, auch im Falle eines Testergebnisses nach Maßgabe des § 18 Abs. 14 Z 2 SchUG (= weiterer Schulbesuch als außerordentliche/r Schüler/in mit Sprachförderung in Deutschförderkursen), im darauffolgenden Schuljahr die nächsthöhere Schulstufe zu besuchen. Über einen etwaigen Aufstieg entscheidet die Klassen- oder Schulkonferenz – Voraussetzung dafür ist, dass aufgrund der besonderen Leistungssituation anzunehmen ist, dass die Schülerin oder der Schüler erfolgreich am Unterricht der nächsthöheren Schulstufen wird teilnehmen können. Dies wird insbesondere dann der Fall sein, wenn nach Maßgabe des Testergebnisses der weitere Schulbesuch als ordentliche/r Schüler/in nur knapp verfehlt wurde, dies allerdings während des darauffolgenden Unterrichtsjahres mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist und der/die Schüler/in dem Unterricht der nächsthöheren Schulstufe wird folgen können.

Lehrpläne für die Deutschförderklassen ab dem Schuljahr 2019/20 verpflichtend

Für die qualitätsvolle Umsetzung der Deutschförderung im Klassenzimmer hat das BMBWF Lehrpläne für Deutschförderklassen für die Primarstufe und die Sekundarstufe entwickelt. Die Lehrpläne sind auf jeweils ein Semester ausgerichtet und legen den Schwerpunkt auf die Bewältigung kommunikativer Situationen. Die Lehrpläne für die Volksschule und Sekundarstufe sind mit Schuljahr 2018/19 in Kraft getreten und konnten auf freiwilliger Basis schon in diesem Schuljahr zur Anwendung kommen. Ab dem Schuljahr 2019/20 sind Deutschförderpläne für Deutschförderklassen gemäß § 8h des Schulorganisationsgesetzes verpflichtend anzuwenden. Davon betroffen sind allgemein bildende Pflichtschulen sowie allgemein bildende höhere und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (jeweils ausgenommen deren in Semester gegliederte Sonderformen).

Kompetenzstelle USB-DaZ

Zur in Deutschförderklassen und Deutschförderkursen gesetzlich verpflichtenden Sprachstandsdiagnose wird vonseiten des Ressorts das Förderdiagnoseinstrument USB DaZ (Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung Deutsch als Zweitsprache) empfohlen und auch kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Die Kompetenzstelle USB DaZ an der Pädagogischen Hochschule Steiermark steht Ihnen bei Fragen rund um das Instrument zur Verfügung.
kompetenzstelle@bimm.at
T +43 316 8067-5103
(Mo: 10:00 – 15:00 Uhr und Di: 14:00  – 16:00 Uhr)

Geändert am: 18.06.2019

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