Schularten

Zielbild von der 1. bis 13. Schulstufe

ibobb beginnt früh, schon die Grundschule leistet wichtige Beiträge. Das BMB fasst im Zielbild für die schulische Umsetzung von ibobb auf der 1. bis 13. Schulstufe in Stichworten zusammen, wie man sich die Umsetzung von ibobb über den gesamten Verlauf von der Volksschule bis zur Sekundarstufe 2 vorstellen soll, und zwar jeweils aus Sicht der SchülerInnen, der LehrerInnen, der Schulleitung und der Eltern.“ 

Grundschule

Kinder erlangen Zeit ihres Lebens Informationen und Wissen über Berufe und Ausbildungen. Diesem Umstand wird auch im Lehrplan der Grundschule Rechnung getragen. Dementsprechend werden beispielsweise folgende Inhalte thematisiert:

  • über das Leben nachdenken
  • Zukunftsträume
  • Vertrauen in die Zukunft entwickeln – Verantwortung übernehmen
  • Vorstellungen von der Zukunft in Bezug auf Familie und Beruf
  • Berufswünsche
  • Berufe betrachten
  • einen Betrieb besuchen
  • Maschinen kennenlernen
  • Arbeitslosigkeit  

Wichtig ist es Kindern bereits möglichst früh eine breite Palette an Berufen näher zu bringen. Dies kann beispielsweise geschehen mittels:

Neue Mittelschule

Die verbindliche Übung Berufsorientierung wird im Ausmaß von mindestens einer Wochenstunde als eigenständiger Unterrichtsgegenstand geführt. Diese Wochenstunde kann in der dritten oder vierten Klasse positioniert oder auf die beiden Schulstufen aufgeteilt werden (z.B. geblockt im zweiten Semester der 3. Klasse und im ersten Semester der 4. Klasse).

Zusätzlich zu dieser einen Wochenstunde sind 32 Jahresstunden in den Unterricht von Pflichtgegenständen zu integrieren. Das bedeutet, dass Unterrichtszeit anderer Unterrichtsgegenstände den Zielen und Inhalten aus dem Lehrplan der verbindlichen Übung Berufsorientierung gewidmet wird.

Im Rahmen der Schulautonomie kann das Gesamtstundenausmaß erhöht und der Unterricht kann auch schon auf niedrigeren Schulstufen vorgesehen werden.

ibobb grafik 1 plus insgesamt 32 Stunden, integriert in Pflichtgegenstände
2 In der 3. bzw. 4. Klasse als eigener Unterrichtsgegenstand im Ausmaß von insgesamt mindestens einer Wochenstunde. Die darüber hinausgehenden Stunden können geblockt oder in Pflichtgegenstände integriert werden.

Lehrplan: siehe Kapitel rechtliche Grundlagen

Der School Walkthrough enthält auch einen Kriterienraster für ibobb. Anhand ausgewählter, von außen leicht beobachtbarer Aspekte werden unterschiedliche Qualitätsstufen der Umsetzung sichtbar gemacht, und zwar in den Bereichen Standortkonzept, Berufsorientierungs-Koordination, Umsetzungsform, Individualisierung bzw. Didaktik und Elternarbeit.

Das Gehaltsgesetz § 59b Abs.1a Z2 ermöglicht an NMS die Abgeltung von insgesamt drei Koordinationstätigkeiten. Ob diese Möglichkeit für die BO-Koordination genutzt wird, bleibt der Schule überlassen.  

Allgemein bildende höhere Schule und Hauptschule

In der 7. und 8. Schulstufe werden je 32 Stunden Berufsorientierung in den Unterricht von Pflichtgegenständen integriert. Das bedeutet, dass Unterrichtszeit anderer Unterrichtsgegenstände den Zielen und Inhalten aus dem Lehrplan der verbindlichen Übung Berufsorientierung gewidmet wird.
Lehrplan: siehe Kapitel rechtliche Grundlagen

Im Rahmen der Schulautonomie kann das Gesamtstundenausmaß erhöht und der Unterricht kann auch schon in der 6. Schulstufe vorgesehen werden.

ibobb grafik 1 In der 3. und 4. Klasse je 32 Stunden integriert in den Unterricht von Pflichtgegenständen
2 Kann auch geblockt oder in den Unterricht von Pflichtgegenständen integriert werden.

Im Kriterienraster „ibobb in der AHS-Unterstufe: Schritte auf dem Weg der Umsetzung“ werden anhand ausgewählter, von außen leicht beobachtbarer Aspekte unterschiedliche Qualitätsstufen der Umsetzung sichtbar gemacht, und zwar in den Bereichen Standortkonzept, Berufsorientierungs-Koordination, Umsetzungsform, Individualisierung bzw. Didaktik und Elternarbeit.“ 

In der Oberstufe führen die meisten AHS das Programm „18plus“ durch, in Kooperation mit der Schulpsychologie-Bildungsberatung des Bildungsministeriums, der Psychologischen Studierendenberatung des Wissenschaftsministeriums und der Österrichischen Hochschüler/innenschaft. Dieses Programm dient der Sensibilisierung und Motivierung angehender Maturant/innen für die Auseinandersetzung mit Fragen zur bevorstehenden Berufs- und Studienwahl und gibt dazu entsprechende Hilfestellungen (Workshops im Rahmen des Unterrichts, Beratungsangebote, Gesprächsmöglichkeiten mit Praktiker/innen bzw. Studierenden und andere Realbegegnungen). Weitere Informationen unter www.18plus.at.  

Polytechnische Schule

Gemäß SchOG § 28 hat die PTS die Aufgabe, auf das weitere Leben und insbesondere auf das Berufsleben vorzubereiten. Berufsorientierung und Berufsgrundbildung erfolgen abgestimmt auf Interessen, Neigungen und Fähigkeiten der Schüler/innen.

Der Pflichtgegenstand „Berufsorientierung und Lebenskunde“ wird im Ausmaß von zwei Wochenstunden geführt. Im Rahmen der Schulautonomie kann das Ausmaß auf drei Wochenstunden erhöht werden.

Die Berufsgrundbildung wird in Form von Fachbereichen (z.B. Handel/Büro, Metall, Tourismus, …) angeboten. Diese werden als alternative Pflichtgegenstände im Ausmaß von 14 Wochenstunden geführt. Im Rahmen der Schulautonomie sind 12 bis 16 Wochenstunden möglich.

Berufsorientierung als prinzipielles Anliegen aller Unterrichtsgegenstände unterstützt prozessorientiert die persönliche Berufsentscheidung, macht Informationen über die Arbeitswelt zugänglich, schafft Raum für Reflexion von Erfahrungen und bietet Möglichkeiten für Erprobungen und Erkundungen.

Sonderpädagogik

Die verbindliche Übung „Berufsorientierung“ findet ab der 6. Schulstufe nach dem Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule statt und kann integriert oder geblockt im Unterricht von Pflichtgegenständen geführt werden. Außerdem ist Berufsorientierung ein prinzipielles Anliegen aller Unterrichtgegenstände. Zusätzlich kann die unverbindliche Übung „Berufsorientierung“ angeboten werden.

Im Berufsvorbereitungsjahr gibt es den Pflichtgegenstand „Berufsorientierung und Lebenskunde“. Dieser ist ein eigenständiger Unterrichtsgegenstand im Ausmaß von mindestens zwei Wochenstunden. Im Rahmen der Schulautonomie kann das Gesamtstundenausmaß auf drei Wochenstunden erhöht werden. Zusätzlich gibt es eine berufliche Grundbildung in Theorie und Praxis in den Fachbereichen.

Lehrplan: siehe Kapitel rechtliche Grundlagen

Berufsbildende höhere Schule

Die meisten BHS führen das Programm „18plus“ durch, in Kooperation mit der Schulpsychologie-Bildungsberatung des Bildungsministeriums, der Psychologischen Studierendenberatung des Wissenschaftsministeriums und der Österreichischen Hochschüler/innenschaft. Dieses Programm dient der Sensibilisierung und Motivierung angehender Maturant/innen für die Auseinandersetzung mit Fragen zur bevorstehenden Berufs- und Studienwahl und gibt dazu entsprechende Hilfestellungen (Workshops im Rahmen des Unterrichts, Beratungsangebote, Gesprächsmöglichkeiten mit Praktiker/innen bzw. Studierenden und andere Realbegegnungen). Weitere Informationen unter www.18plus.at.

Geändert am: 06.04.2018

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