Allgemein bildende Schulen

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Volksschule
Sonderpädagogik
Neue Mittelschule
Polytechnische Schule
Allgemein bildende höhere Schule (AHS)

In Österreich gibt es derzeit insgesamt 3351 Volksschulen, davon sind ca. 2,7 % Privatschulen.

Der Anteil an wenig gegliederten Grundschulen (Kleinschulen), in denen in einer Klasse mehr als eine Schulstufe geführt werden kann, beträgt rund 25 %. Darüber hinaus wird an 4 Standorten auch eine Volksschuloberstufe geführt. Die durchschnittliche Klassenschüler/innenzahl an Volksschulen beträgt 20.

Mit dem Schuljahr 2015/16 ist die erste Phase der flächendeckenden Einführung der Neuen Mittelschule an Hauptschulen abgeschlossen. Alle ehemaligen Hauptschulstandorte sind damit zu Neuen Mittelschulen geworden.

Damit sind nun 1.118 NMS-Standorte, an denen insgesamt 180.840 SchülerInnen unterrichtet werden, etabliert, die Hauptschule läuft im Schuljahr 2017/18 aus. 

Die Neue Mittelschule wird von der jeweiligen Gemeinde errichtet und erhalten und kann auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler/innen relativ flexibel eingehen. Erweitert wurden diese Möglichkeiten durch die Einführung der Schulautonomie. In den Neuen Mittelschulen wird ein inklusives pädagogisches Konzept umgesetzt, das ohne äußere Leistungsdifferenzierung arbeitet.

Jede Schule hat die Möglichkeit, in einem bestimmten Rahmen ihr Angebot an Unterrichtsgegenständen speziell auf ihre Situation auszurichten. Dabei kann sie auch eigene schulautonome Lehrpläne erlassen. Auf diese Weise bilden sich Standorte mit einem eigenen Profil oder einem speziellen Schwerpunkt (z.B. fremdsprachlich, musisch-kreativ, sportlich, naturkundlich-technisch, ökologisch, Informatik etc.) Überdies gibt es Sonderformen von Neuen Mittelschulen im sportlichen und musischen Bereich. 

In der 3. und 4. Klasse wird der Frage nach dem weiteren Berufs- und Ausbildungsweg der Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Dies geschieht im Rahmen der "Berufsorientierung", in berufspraktischen Tagen, Lehrausgängen und Exkursionen.
Mit einer Beurteilung in der vertieften Allgemeinbildung in der Neuen Mittelschule besteht die Möglichkeit des direkten Übertritts in die allgemein bildende höhere Schule bzw. in die berufsbildende mittlere und höhere Schule.

Etwa 1/5 der österreichischen Jugendlichen entscheidet sich im letzten Jahr der Schulpflicht für die Polytechnische Schule (PTS). Primär wird die PTS von jenen 14- bis 15-jährigen Schüler/innen als 9. Schulstufe genutzt, die unmittelbar nach der allgemeinen Schulpflicht einen Beruf erlernen wollen. Die Schüler/innen sollen je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit zu einem möglichst qualifizierten Übertritt in die duale Berufsausbildung sowie in weiterführende Schulen befähigt werden.

Durch eine Vielfalt an praxisnahen Unterrichtsformen und betont handlungsorientiertes Lernen in den allgemein bildenden Pflichtgegenständen und in Fachbereichen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt und individuelle Begabungen und Lernmotivation gefördert.

Durch Betriebserkundungen und betriebspraktische Tage in Lehrwerkstätten, Berufsschulen und Betrieben erfolgt eine gezielte Orientierung und Vorbereitung auf die anschließende Berufsausbildung. In Form von Fachbereichen (Wahlpflichtbereichen), die großen Berufsfeldern der Wirtschaft entsprechen (Fachbereiche Metall, Elektro, Bau, Holz, Handel-Büro, Dienstleistungen, Tourismus), wird den Schülern und Schülerinnen eine allgemeine Berufsgrundbildung vermittelt:

Schulautonome Bestimmungen ermöglichen eine flexible Anpassung an die beruflichen Interessen der Schüler und die jeweiligen Erfordernisse in der Region.

Die Polytechnische Schule ist österreichweit flächendeckend organisiert und je nach der örtlichen Gegebenheit entweder als selbstständige Schule oder in organisatorischem Zusammenhang mit einer allgemein bildenden Pflichtschule eingerichtet.    

Geändert am: 18.02.2016

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