Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen (hlfs)

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Ausbildungsmöglichkeiten

Höhere Lehranstalt/BHS: 5 Jahre
Aufbaulehrgang: 3 Jahre 

Bildungsziele

Die höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten bieten neben fundierter Allgemeinbildung eine intensive Berufsausbildung, welche die Absolvent/innen zur Aus­übung in land- und forstwirtschaftlichen Berufen in der je­weiligen Fachrichtung sowie in verwandten Berufen befähigt. Im Vordergrund stehen jene Qualifikationen, die einer multifunktionalen Landwirtschaft sowie den Anforderungen der Natur, der Wirtschaft und des wissenschaftlichen und technischen Fortschrittes gerecht werden. Die Absolvent/innen sollen für die An­liegen der Menschen im ländlichen Raum aufgeschlos­sen sein und zum Qualitätsbewusstsein sensibilisiert werden. Sie können umfassende, spezialisierte betriebs- und volkswirtschaftliche Kenntnisse nachweisen und besitzen die Fähigkeit zu unternehmerischem Denken und Han­deln. Durch Bearbeitung größerer fächerübergreifen­der Projekte werden jene Kenntnisse und Fertigkeiten ver­mittelt, welche die Umsetzung in der beruflichen Praxis sicherstellen. 

Wesentliche Bildungsziele sind der Erwerb von persona­ler Kompetenz, Fähigkeit der beruflichen Mobilität und Flexibilität, Kreativität, Kritikfähigkeit, soziales Enga­gement, Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit sowie Kommunikationsfähigkeit in Deutsch und in den Fremd­sprachen.

Die fünfjährigen höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten sowie die dreijährigen Aufbaulehrgänge schließen mit der Reife- und Diplomprüfung ab und führen zur Universitätsreife.  

Fachrichtungen

  • Landwirtschaft
  • Wein- und Obstbau
  • Garten- und Landschaftsgestaltung
  • Gartenbau
  • Landtechnik
  • Forstwirtschaft
  • Land- und Ernährungswirtschaft (auslaufend)
  • Landwirtschaft und Ernährung (Lehrplan ab 2016/17)
  • Lebensmittel- und Biotechnologie
  • Umwelt- und Ressourcenmanagement (Lehrplan ab 2016/17)  

Bildungsinhalte

Die höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten vermitteln je nach Fachrichtung Kompetenzen in den Lehrplanbereichen Gesellschaft und Recht,  Sprache und Kommunikation, Natur- und Formalwissenschaften, Wirtschaft und Unternehmensführung, Landwirtschaft, Wein- und Obst­bau/Technologie, Garten- und Land­schaftsgestaltung, Gartenbau, Landtechnik, Forstwirt­schaft und Natur­raummanagement,  Landwirtschaft und Ernährung, Le­bensmittel- und Biotechnologie sowie Umwelt- und Ressourcenmanagement. 

Innerhalb der land- und forstwirtschaftlichen Fachrich­tungen werden an einzelnen Standorten Schulschwerpunkte angeboten, die zu einer weiteren berufsbezogenen Spezialisierung führen (Agrarmanagement, Produktions-/Regionalmanagement, Ressourcenmanagement und erneuerbare Energie, Lebensmitteltechnologie, Unter­nehmensführung, Informations- und Umweltmanagement, Produktmarketing und Regionaltourismus, Ökosoziales Produktmanagement sowie Ernährungsökologie). 

Die Lehrpläne der land- und forstwirtschaftlichen Lehr-anstalten sehen je nach Fachrichtung Pflichtpraktika von insgesamt 18 bis 22 Wochen vor. 

Berufliche Möglichkeiten für Absolvent/innen

Absolvent/innen sind in Bereichen der land- und forst­wirtschaftlichen sowie gartenbaulichen Produktion, der Landschaftsgestaltung, des Wein- und Obstbaus, der Lebensmittelindustrie und Ernährung, des Tourismus und der Gastronomie, der pharmazeutischen sowie der Saat­gut- und Düngemittelindustrie,  der Landmaschinen- sowie der Umwelt- und Ressourcentechnik auf Verwaltungs-, Management- und Marketingebene sowie in der land- und forstwirtschaftlichen Beratung und der Umwelt­beratung tätig. 

Selbstständige Ausübung reglementierter Gewerbe

Zugang zu einschlägigen Berufen mit Praxisnachweis wie beispielsweise Gärtner/in und Florist/in, Drogist/in, Milchtechnologe/-technologin, Metalltechniker/in für Landmaschinen.

Auf Grund der Liberalisierung der Gewerbeordnung ist der Zugang zu fast allen Meisterprüfungen und Befähigungs­nachweisprüfungen bei Erfüllung der allgemei­nen Voraussetzungen zur Gewerbeausübung und Absol­vie­rung allfälliger Praxiszeiten gegeben. Die Unternehmerprüfung entfällt. 

Spezifika

Absolvent/innen fünfjähriger höherer land- und forstwirt­schaftlicher Lehranstalten sowie der dreijährigen Aufbaulehrgänge sind nach Absolvierung einer mindestens dreijährigen facheinschlägigen Praxis zur Führung der Standesbezeichnung „Ingenieurin/Ingenieur“ berechtigt.

Standorte: 13
SchülerInnen:  3.951
(Quelle: BMB - Abt. II/4, HLFS-Statistik 2015, Schuljahr 2015/2016)

Geändert am: 06.04.2018

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