Sonderpädagogik/Integration/Inklusion

Integrativer Unterricht und inklusive Bildung eröffnen behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit einer gemeinsamen Lernerfahrung. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können integrativ in der Volksschule, Neuen Mittelschule, der Unterstufe der allgemein bildenden höheren Schule, der Polytechnischen Schule und der Haushaltungsschule unterrichtet werden. Die Integration in der Polytechnischen Schule sowie in den Haushaltungsschulen wurde mit der Novelle BGBl. I Nr. 9 / 2012 gesetzlich verankert. Die diesbezüglichen Änderungen in grundsätzlichen Bestimmungen im SchOGSchUG und SchPflG sind mit 1. September 2012 in Kraft getreten.

Sonderschule (6. bis 15. Lebensjahr)

Die Sonderschule umfasst 9 Schulstufen. Die letzte Schulstufe ist das Berufsvorbereitungsjahr. Mit Bewilligung der Schulbehörde und mit Einwilligung des Schulerhalters kann die Sonderschule maximal zwölf Jahre besucht werden. Das österreichische Sonderschulwesen umfasst zehn Sparten. Die SchülerInnen erhalten durch speziell geschulte Lehrkräfte sowie durch individuelle Unterrichtsmethoden eine grundlegende Allgemeinbildung, die eine Bewältigung der weiteren beruflichen Ausbildung oder den Besuch weiterführender Schulen ermöglichen soll.

Je nach Ausgestaltung des Lehrplans werden bei der Sonderschule die folgenden Formen unterschieden:

  • Sonderschulen mit eigenem Lehrplan:
    Allgemeine Sonderschule (für lernschwache Kinder), Sonderschule für blinde Kinder, Sonderschule für gehörlose Kinder, Sonderschule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, Sonderschule für erziehungsschwierige Kinder (Sondererziehungsschule).
  • Sonderschulen, die nach einem Lehrplan der Volksschule, der Neuen Mittelschule, der Polytechnischen Schule oder nach dem Lehrplan einer Sonderschule anderer Art unterrichten: Sonderschule für körperbehinderte Kinder, Sonderschule für sprachgestörte Kinder, Sonderschule für sehbehinderte Kinder, Sonderschule für schwerhörige Kinder, Sonderschule für erziehungsschwierige Kinder (Sondererziehungsschule); Heilstättenschule.
  • Im Jahr 1998 wurde der Unterrichtsgegenstand »Berufsorientierung in der 7. und 8. Schulstufe« als verbindliche Übung an den Sonderschulen eingeführt. Diese verbindliche Übung soll dazu beitragen, dass sich die Jugendlichen gezielt mit ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihren Neigungen und Interessen und ihren Berufsvorstellungen auseinandersetzen sowie Einblicke in den Berufsalltag erhalten und Möglichkeiten für ihren ganz persönlichen Berufsweg finden können.

Eine weitere Maßnahme, Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf die Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten, ist das »Berufsvorbereitungsjahr« in der 9. Schulstufe der Sonderschule. Die SchülerInnen sollen im Rahmen von allgemein bildenden und berufspraktischen Unterrichtsgegenständen befähigt werden, persönliche Lebens- und Berufsperspektiven zu entwickeln.

Community Integration Sonderpädagogik

Geändert am: 06.04.2018

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