Über ENSI
Umwelt und Schulinitiativen / Environment and School Initiatives / ENSI

ENSI ist ein regierungsgestütztes internationales Netzwerk und beschäftigt sich seit 1986 mit internationaler Forschung und Entwicklung im Bereich Umwelterziehung und Schulentwicklung sowie Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Österreich hat, vertreten durch das Unterrichtsministerium, 1985 das Projekt "Umwelt und Schulinitiativen" im Rahmen des CERI der OECD initiiert. Von Anbeginn gestaltet Österreich die Entwicklung von ENSI maßgeblich mit und nutzt zugleich ENSI als Impulsgeber, Lernfeld und internationale Referenz.

Im Auftrag des Unterrichtsressorts leistet das österreichische ENSI-LehrerInnen-Team seit 1986 unter der pädagogisch-wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. i. R. Dr. Peter Posch, Universität Klagenfurt, Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Umweltbildung und Schulentwicklung. Die Arbeiten geben Impulse für die Qualitätsentwicklung an österreichischen Schulen, für Innovationen in der LehrerInnenbildung und sind somit auch ein Beitrag zur UN-Dekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung (2005-2014).


ENSI

  • soll Schulen sowie LehrerInnenbildungseinrichtungen beim Aufbau einer ökologischen Lernkultur und bei der Durchführung von Vorhaben zur Untersuchung und Veränderung von Umweltbedingungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung unterstützen;
  • soll zudem die regionale und überregionale Kommunikation zwischen Schulen, Gemeinden und Bildungsinstitutionen fördern. Umweltbildung, wie sie im Rahmen von ENSI verstanden wird, ist ein interdisziplinäres Unterfangen mit dem Ziel der Entwicklung von Handlungskompetenz. Der zugrunde liegende Umweltbegriff umfasst sowohl die natürliche Umwelt als auch die kulturelle, technische, gebaute und die soziale Umwelt.
  • fördert das Engagement und die Professionalität von LehrerInnen, und LehrerbildnerInnen und wird davon getragen.

Operative Ziele von ENSI sind die

  • Entwicklung dynamischer und dauerhafter Netzwerke des Lernens, die Schule, Familie, Gemeinde, Arbeitsplätze und LehrerInnenbildungseinrichtungen verbinden.
  • Generierung lokalen Wissens und Kommunikation über nachhaltige Entwicklung, um persönliche, soziale und wirtschaftliche Bedürfnisse in den Gemeinden zu erfüllen.
  • Förderung demokratischer Teilhabe von Lernenden als aktive BürgerInnen bei der Gestaltung der Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Die Umsetzung dieser Ziele erfolgt derzeit in den vier Schwerpunktbereichen

  • Ökologische Schulentwicklung
  • LehrerInnenbildung
  • Aufbau dynamischer Netzwerke unter Nutzung von IKT
  • Qualitätsentwicklung

Im Bereich Schule konzentrierte sich ENSI zunächst auf das Studium des Spannungsfeldes zwischen dem Erwerb dynamischer Fähigkeiten einerseits und Umweltbewusstsein andererseits. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt war umweltorientierter Projektunterricht. In der Folge entstand eine Reihe von Fallstudien, die von LehrerInnen mit Methoden der Aktionsforschung ausgearbeitet wur-den. Im Rahmen der Bildung für Nachhaltigkeit wird besonderes Augenmerk auf die Rolle der schulischen Bildung als eigenverantwortlich gestalteter partizipativer Lernprozess gelegt, der Wissen und Kompetenzen in gleicher Weise fördert.

Im Bereich der LehrerInnenbildung bemüht sich ENSI um die Untersuchung innovativer Ansätze der Umweltbildung bzw. der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Auf Grundlage der Ergebnisse von Aktionsforschungsstudien werden Möglichkeiten zur Weiterbildung, zum Austausch und zur Reflexion von Erfahrungen geboten, und es werden ExpertInnen, LehrerbildnerInnen und BehördenvertreterInnen zur internationalen Diskussion über die Erneuerung der LehrerInnenbildung zusammen geführt.

Von Beginn an (1986) wurde in ENSI auf die Kooperation von Bildung und Forschung geachtet. Nach dem Konzept "Lehrerinnen und Lehrer erforschen ihren Unterricht" untersuchten, dokumentierten und reflektierten die beteiligten LehrerInnen ihre Unterrichtsprojekte mit Methoden der Aktionsforschung. Daraus ist seit dem Jahr 1990 eine Reihe von Fallstudien, die z. T. auch ins Englische übersetzt wurde, entstanden.


Die Fallstudien waren Grundlage für weiterführende wissenschaftliche Analysen und daraus resultierende Empfehlungen für die Bildungspolitik.

Forschungspartner von ENSI in Österreich seit 1986:
Univ.-Prof. i.R. Dr. Peter Posch, Universität Klagenfurt
Univ.-Prof. i.R. Dr. Josef Thonhauser, Universität Salzburg
Univ.-Prof. Dr. Herbert Altrichter, Universität Linz
Dr. Karl-Horst Dieckhoff, Tutzinger Stiftung zur Förderung der Umweltbildung
Ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Rauch, Universität Klagenfurt
Ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Heinrich, Universität Linz (nunmehr Universität Hannover)
Dr. Petra Mayr, Linz (nunmehr Hannover)

Geändert am: 26.05.2014

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