Personal an ganztägigen Schulformen

Wie arbeitet das Team in einer ganztägig geführten Schule zusammen?

Lehrerinnen und Lehrer, die die Kinder unterrichten, sind auch für die Lernzeiten im sogenannten Betreuungsteil der ganztägig geführten Schule im Einsatz. Sie kennen die individuellen Stärken der einzelnen Schülerinnen und Schüler und wissen auch, wo Unterstützungsbedarf besteht. Damit ist ihre optimale Förderung in ganztägigen Schulformen gewährleistet. Sie arbeiten mit dem in der Freizeit eingesetzten pädagogischen Personal zusammen, das in Pflichtschulen nicht unbedingt Lehrkräfte umfassen muss, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher und Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen, etc.

In Betreuungsplänen, die in den Lehrplänen der betroffenen Schularten verankert sind, werden dazu die Details festgelegt. Zentralen Stellenwert nimmt darin die Kommunikation zwischen den Betreuerinnen und Betreuern und den Eltern ein. Die Schulleitung hat dafür zu sorgen, dass das GTS-Team gut zusammenwirkt und dass dies stets in enger Absprache mit der Dienstgeberin und dem Dienstgeber des Freizeitpersonals geschieht. Dienstgeberinnen und Dienstgeber sind Schulerhalterinnen und Schulerhalter oder außerschulische Einrichtungen, wie Vereine, die Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen beschäftigen.

Wer betreut welche Phase des Betreuungsteils an ganztägigen Schulformen?*

*geregelt im SCHOG, § 8 lit. j

PHASEN des Betreuungsteils an GTS Wer darf betreuen?
Gegenstandsbezogene Lernzeit
  • Lehrerinnen  und Lehrer
Individuelle Lernzeit
  • Lehrerinnen und Lehrer (je nach vertraglicher Situation);  Erzieherinnen und Erzieher
  • Horterzieherinnen und Horterzieher
  • Erzieherinnen und Erzieher für die Lernhilfe
Betreuungsteil plus (nur AHS)
  • Lehrerinnen und Lehrer
Freizeit inkl. Mittagessen

Was sind Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen und Erzieherinnen und Erzieher für die Lernhilfe?

Um für die Freizeiteinheiten qualitativ hochwertig ausgebildetes Personal zur Verfügung zu haben, wurden Hochschullehrgänge für Freizeitpädagogik entwickelt, die an fast allen Pädagogischen Hochschulen angeboten werden. Von Seiten des BMBWF wird weiterhin in die Ausbildung von Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen sowie für die Erzieherinnen und Erzieher für die Lernhilfe investiert.

Seit Sommersemester 2017/18 wird an einigen Pädagogischen Hochschulen ein neuer Hochschullehrgang für Erzieherinnen und Erzieher für die Lernhilfe angeboten. Es handelt sich um eine kombinierte Ausbildung für die Lernhilfe in der sogenannten individuellen Lernzeit sowie für den Freizeitteil an ganztägigen Schulformen. Als Zugangsberechtigungen gelten die allgemeine Universitätsreife sowie die für den Zugang zum Hochschullehrgang Freizeitpädagogik formulierten Zugangsvoraussetzungen. 

Absolventinnen und Absolventen der bereits etablierten Hochschullehrgänge für Freizeitpädagogik können, sofern sie über die allgemeine Universitätsreife verfügen, die Zusatzqualifikation für die Lernhilfe erwerben.

Die Anstellung der Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen bzw. des pädagogischen Personals für die Freizeit ist Angelegenheit des Schulerhalters, im APS Bereich sind also die Länder bzw. die Gemeinden dafür zuständig. Die Entlohnung differiert je nach Bundesland.

Für die Finanzierung des Freizeit- und Betreuungspersonals können die Länder bis 2018/19 Zweckzuschüsse aus den Vereinbarungen gem. Art. 15a B-VG beantragen. Ab dem Schuljahr 2019/20 können zur Finanzierung des Freizeitpersonals Zweckzuschüsse im Rahmen des Bildungsinvestitionsgesetzes beantragt werden. Das Bildungsinvestitionsgesetz wird derzeit überarbeitet. (Details dazu siehe unter der Rubrik Finanzen)

Geändert am: 08.02.2019

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