Aus-, Fort- und Weiterbildung für LehrerInnen an berufsbildenden Schulen

Die bundesweiten Fortbildungsveranstaltungen des berufsbildenden Bereichs im Sommersemester 2019 werden von 1. November 2018 bis 30. November 2018 von den Pädagogischen Hochschulen über PH-Online zur elektronischen Anmeldung für Lehrpersonen geöffnet. Zur leichteren Orientierung wurde für jede Schulart in der Berufsbildung eine eigene Liste mit Links zu PH-Online erstellt:

Im Anschluss werden 3 Wochen die Genehmigungsverfahren durch Schulleitung bzw. LSR/SSR für Wien durchgeführt.


Ausbildung der Lehrpersonen

Die Ausbildung der Lehrpersonen an berufsbildenden Schulen ist, bedingt durch den differenzierten Fächerkanon, sehr unterschiedlich. Es gibt, stark vereinfacht, drei grundlegende Arten von Lehrpersonen an berufsbildenden Schulen

  • Lehrpersonen allgemeinbildender Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Allgemeinbildung
  • Lehrpersonen fachtheoretischer Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung
  • Lehrpersonen fachpraktischer Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung
  • Lehrpersonen an Berufsschulen – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung

Lehrpersonen allgemeinbildender Unterrichtsgegenstände an BMHS

Das Lehramtsstudium (Bachelor- und Masterstudium) für diese Lehrpersonen wird in Kooperation der Pädagogischen Hochschulen mit den Universitäten durchgeführt. Bei Eintritt in den Schuldienst ist eine 1-jährige Induktionsphase vorgesehen.

Lehrpersonen fachtheoretischer Unterrichtsgegenstände an BMHS

Diese Lehrpersonen verfügen über eine universitärer Fachausbildung sowie eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis in der Wirtschaft.

Lehrpersonen fachpraktischer Unterrichtsgegenstände an BMHS

Diese Lehrpersonen verfügen über eine einschlägige Berufsausbildung sowie eine mehrjährige Berufspraxis in der Wirtschaft. 

Lehrpersonen an Berufsschulen

Die Lehrpersonen an Berufsschulen absolvieren ihre Lehramtsausbildung an den Pädagogischen Hochschulen für folgende Fächerbündel:

  • Allgemeinbildende und betriebswirtschaftliche Unterrichtsgegenstände
  • Fachtheoretische Unterrichtsgegenstände
  • Fachpraktische Unterrichtsgegenstände

Dass alle Unterrichtenden an berufsbildenden Schulen – mit Ausnahme der Lehrpersonen allgemeinbildender Unterrichtsgegenstände – vor Eintritt in den Schuldienst eine mehrjährige facheinschlägige Berufspraxis in der Wirtschaft zu absolvieren haben, zeigt, dass der Praxisbezug ein zentrales Element des berufsbildenden Schulwesens ist.

Seit dem Studienjahr 2016/17 gibt es eine, der Bologna-Struktur entsprechende Neuorganisation der Lehramtsstudien der Sekundarstufe Berufsbildung – Bachelorstudium im Ausmaß von 240 ECTS-AP und Masterstudium im Ausmaß von 60 ECTS-AP, wobei Letzteres für Lehrpersonen an Berufsschulen, für Lehrpersonen des fachpraktischen Unterrichts und für Lehrpersonen des fachtheoretischen Unterrichts mit facheinschlägiger tertiärer Ausbildung optional ist.

Kontakt:
MRin Mag.a Anneliese Ecker
Leiterin der Abteilung II/9
T +43 1 53120-4229
anneliese.ecker@bmbwf.gv.at


Fort- und Weiterbildung der Lehrpersonen (LFWB)

Fortbildung der Lehrpersonen

Im Sinne der Professionalisierung ist es erforderlich, dass sich jeder Lehrer/jede Lehrerin laufend auf dem Stand des Fachwissens und seiner didaktischen Vermittlung hält. Dieser Tatsache kommt im Bereich des berufsbildenden Schulwesens wegen der ständig kürzer werdenden Halbwertzeit des Fachwissens in den jeweiligen Berufsfeldern ganz besondere Bedeutung zu. 

Weiterbildung der Lehrpersonen

Lehrpersonen können zusätzlich, zu den bereits in der Lehramtsausbildung erworbenen Qualifikationen, weitere Qualifikationen erhalten. Angebote der Weiterbildung werden zertifiziert und sind oftmals auch mit neuen Berechtigungen verbunden.

Organisation der Fort- und Weiterbildungsaktivitäten

Aus der großen Differenziertheit des berufsbildenden Schulwesens ergibt sich die Notwendigkeit einer bundesweiten Koordination der LFWB. Die Planung und Abstimmung dieser Angebote geschieht in enger Kooperation der Pädagogischen Hochschulen mit der Abteilung II/7. Die Einbindung der Schulen, der Schulaufsicht durch die Pädagogischen Hochschulen ist im Vorfeld sichergestellt. Diese Vorgehensweise sichert bedarfskonforme bundesweite Angebote und ermöglicht ein rasches Reagieren auf aktuelle Erfordernisse.

Lehrveranstaltungen der Fort- und Weiterbildung können – je nach Zielgruppe – entweder für die Lehrerschaft einer Schule (= schulinterne Fort- und Weiterbildung = SCHILF), einer Region, eines Bundeslandes oder mehrerer bzw. aller Bundesländer angeboten werden.

Der schulzentrierten Fort- und Weiterbildung wird in den nächsten Jahren eine sehr wichtige Rolle zukommen. Bei der Implementierung der neuen Schulautonomie ist die Begleitung und Unterstützung der SchulleiterInnen bzw. ClusterleiterInnen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung unumgänglich.

Nichtsdestotrotz wird auch weiterhin der Fokus auf den fachlichen Inhalten in der Fort- und Weiterbildung liegen.

Kontakt
ADirin Alexandra Griemann
Ansprechpartnerin LFWB
Abteilung II/9
T +43 1 53120-4461
alexandra.griemann@bmbwf.gv.at  

Geändert am: 23.10.2018

Nach oben

Suche im Bereich Bildung