Die Bedeutung von Bildung im Spannungsfeld zwischen Staat, Markt und Gesellschaft

Julia Bock-Schappelwein, Martin Falk. Jänner 2009
Kurzstudie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur).

Einleitung

Die Quantität und Qualität von Aus- und Weiterbildung gestalten sich infolge der zunehmenden Internationalisierung der Wirtschaft als zentrales Element in der Interaktion zwischen Staat, (Arbeits-)markt und Gesellschaft. Ein hoher Bildungstand der Bevölkerung und eine hohe Qualität des Bildungssystems sind wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliche Erfolge und für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes, aber auch die Basis für Kreativität und die Nutzung von technischen, sozialen und organisatorischen Innovationen. Gleichzeitig helfen Aus- und Weiterbildung, die Herausforderungen, die aus Globalisierung oder Alterung resultieren, zu bewältigen; sie schaffen die Rahmenbedingungen, auf technologischen Wandel zu reagieren und aus der Globalisierung Nutzen zu ziehen. Auf individueller Ebene schlägt sich höhere Ausbildung, die am Arbeitsmarkt verwertbar ist, in höheren persönlichen Einkommen nieder und reduziert das Arbeitslosigkeitsrisiko, insbesondere jenes im Alter. Darüber hinaus beschreibt eine Arbeit von Elias (2005; zitiert nach Becker (2007)) den positiven Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Gesundheit, Lebenserwartung, Familienbeziehung, Bildungsstand der Kinder, Gesetzestreue, Lebensweise, Sparquote und Teilnahme an Wahlen. Dieser Beitrag liefert einen Überblick über den Stand der Literatur und Datenbestand zum Zusammenhang zwischen Bildung und Investitionen, Einkommenssituation, Arbeitsmarktintegration, soziale Inklusion und gesellschaftliche Faktoren an der Schnittstelle zwischen Staat, Markt und Gesellschaft.

Kurzstudie (pdf, 253 KB)

Geändert am: 06.04.2018

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