PISA 2000 und PISA 2003:
Vertiefende Analysen und Beiträge zur Methodik

English description of available data

Die Ende 2004 veröffentlichten Ergebnisse der zweiten PISA-Studie wiesen für Österreich in allen drei Domänen – Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften – schlechtere Werte aus als jene der ersten Erhebung drei Jahre zuvor. Veränderungen in Bildungssystemen vollziehen sich aber zumeist eher langsam. Der doch erhebliche Unterschied in den Leistungsdaten innerhalb von nur drei Jahren war daher überraschend und bedurfte der Erklärung.

Um wissenschaftlich abgesicherte Aussagen dafür zu erhalten, worauf die Unterschiede in den PISA 2000- und PISA 2003-Ergebnissen zurückzuführen sind, beauftragte das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein Konsortium von Statistikern mit der Analyse der PISA-Daten. Wesentliche Ergebnisse dieser Untersuchungen werden in dem von Erich Neuwirth, Ivo Ponocny und Wilfried Grossmann im Leykam Buchverlag herausgegebenen Buch „PISA 2000 und PISA 2003: Vertiefende Analysen und Beiträge zur Methodik“ präsentiert. Die Studie wurde am 7. Juni 2006 von den wissenschaftlichen Herausgebern im Rahmen eines Pressegesprächs in den Räumlichkeiten von Statistik Austria in Wien vorgestellt. Sie kann direkt über den Leykam Buchverlag bezogen werden:

PISA 2000 und PISA 2003: Vertiefende Analysen und Beiträge zur Methodik

Aus dem Klappentext:
In einer Einführung werden die einzelnen Elemente des mehrstufigen statistisch-theoretischen Modells, auf dem das Design der PISA-Studien beruht, überblicksartig dargestellt. Drei Beiträge des Buches befassen sich mit Detailuntersuchungen zur österreichischen Stichprobe; diese Arbeiten führten zu Vorschlägen dafür, welche Modifikationen an den österreichischen Werten vorgenommen werden sollten, um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten. Die Modifikationsvorschläge wurden mit der OECD und dem internationalen PISA Konsortium abgestimmt. Im dritten Buchteil wird auf der Grundlage der entsprechend dieser Vorschläge korrigierten Werte ein methodisch abgesicherter Vergleich zwischen PISA 2000 und PISA 2003 durchgeführt, und die dabei errechneten Ergebnisse werden dargestellt. Die beiden letzten Beiträge widmen sich den sozioökonomischen Einflussgrößen auf die Leistungen der Schüler/innen.

Wir freuen uns, dass das Buch auch von Seiten der OECD als wertvoller Beitrag zur Weiterentwicklung der PISA-Methodik angesehen wird, und dass der Leiter der Abteilung für Indikatoren und Analysen im OECD Direktorat für Bildung, Andreas Schleicher, für ein Vorwort gewonnen werden konnte.

Die Ergebnisse von PISA stellen wichtige Informationen für bildungspolitische Entscheidungsprozesse dar; Voraussetzung dafür ist, dass sie statistisch abgesichert und valide sind. Besonders wichtig für Österreich ist, dass die Daten aus PISA 2000 mit der von den Studienautoren vorgeschlagenen, international abgestimmten Gewichtskorrektur nunmehr erstmals für Vergleiche herangezogen werden können und damit eine verlässliche Ausgangsbasis für langfristige Trendanalysen bilden. In einem vierseitigen Farbteil ganz am Ende des Buches sind die in der Studie beschriebenen Datenkorrekturen und die dabei ermittelten Werte in kompakter Form im Überblick dargestellt.

Parallel zur Buchpublikation in Österreich veröffentlichte die OECD am 9. Juni 2006 das von Ao. Univ.-Prof. Dr. Erich Neuwirth unter dem Titel "PISA 2000: Sample Weight Problems in Austria“ verfasste „Education Working Paper No. 5" auf der OECD Education Web Site unter "workingpapers".

Die zur Neuberechnung notwendigen Daten samt englischer Beschreibung finden Sie hier.

Geändert am: 06.04.2018

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