Mobile Learning - schulübergreifendes Peer Learning mit Tablets

Das im Herbst Projekt „Mobile Learning“ basiert auf einem schulübergreifendem Peer-Learning-Ansatz und zeigt, wie sehr Schülerinnen und Schüler vom Einsatz digitaler Medien profitieren können. 

Das Projekt setzt auf das Know how und die Erfahrungen im eEducation-Netzwerk auf. Zwei bzw. drei Schulen mit bisher wenig Technologieeinsatz im Unterricht schließen sich mit einer erfahrenen Schule zu einem regionalen Cluster zusammen. Gemeinsam erarbeiten sie ein pädagogisches Konzept für den didaktischen Einsatz von Tablets im Unterricht, das sie an ihren Schulen umsetzen werden. Die Expertenschule unterstützt und begleitet ihre Partnerschulen kontinuierlich über die einjährige Projektdauer.

Aktuell findet der dritte Durchgang an über 130 Schulen österreichweit statt. Insgesamt wurden in den drei Durchgängen 400 Schulen erreicht, 3.400 Tablets sind im Einsatz.  

Jede am Projekt teilnehmende Schule des regionalen Clusters erhält leihweise für ein Jahr ein Set von 20 Tablets und einen Tablet-Trolley. Bei Bedarf kann auch eine mobile Internetanbindung auf LTE-Basis abgerufen werden.

Die begleitende Evaluierung des ersten Durchgangs brachte folgende Ergebnisse: Individuelles Lernen wird gefördert, Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Lernfortschritten arbeiten an gemeinsamen Aufgabenstellungen und in Teams zusammen, auf unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten kann gut eingegangen werden. Die Lehrenden der teilnehmenden Schulen sehen die Gewinne durch die Projektteilnahme in der Qualitätssteigerung für ihren Unterricht sowie der besseren Vernetzung und Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen innerhalb der eigenen Schule und mit anderen Schulen.

Grundlage bilden die einschlägigen Lehrplaninhalte aller Schularten insbesondere zur „Digitalen Grundbildung“, das Unterrichtsprinzip „Medienbildung“ (Grundsatzerlass, Handreichungen und Leitfäden), der Grundsatzerlass zum Projektunterricht sowie die Modelle „digi.komp“ für die 4., 8. und 12. Schulstufe. 

Um die Schulen bei der Umsetzung bestmöglich zu unterstützen werden verschiedene Begleitmaßnahmen gesetzt:

  • Schulinterne und schulübergreifende Fortbildungsmaßnahmen im regionalen Cluster
  • Vernetzungsangebote über die Virtuelle Pädagogische Hochschule
  • Safer-Internet-Workshops in den Schulen für LehrerInnen sowie für SchülerInnen um Bewusstsein für eine reflektierte Nutzung der Technologien und digitalen Medien zu schaffen
  • Handreichungen zur Medienbildung und digi.komp-Unterrichtsbeispiele 

19 Good Practice Beispiele für „Mobile Learning“

Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schularten, aus Primar- und Sekundarstufe, entwickelten im ersten Durchgang des Projekts Best-Practice-Beispiele für den Einsatz von Tablets und erprobten diese in ihrem Unterricht. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wurde das Projekt von der Arbeitsgruppe Pädagogische Psychologie der Universität Graz. Die vorliegende Broschüre enthält insgesamt neunzehn Best-Practice-Beispiele für den Einsatz von Tablets im Unterricht. Es werden Beispiele für alle Schulstufen und für unterschiedliche Fächer und Fachbereiche aufgeführt; zudem gibt es Beispiele für fächerübergreifende Unterrichtsziele. Jedes Good-Practice-Beispiel enthält eine Empfehlung für eine bestimmte Applikation für Tablets und eine Beschreibung, wie diese im Unterricht eingesetzt werden kann. Um die Orientierung zu erleichtern und einen schnellen Überblick zu ermöglichen, werden alle Best-Practice-Beispiele nach denselben Kriterien beschrieben. 

Best-Practice-Beispiele für „Mobile Learning“ - Broschüre für Lehrerinnen und Lehrer zum Einsatz von Tablets im Unterricht –  Sammlung besonders geeigneter Unterrichtsbeispiele

Geändert am: 27.08.2018

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