Interkulturelle Bildung

Interkulturelles Lernen ist seit 1992 als Unterrichtsprinzip für alle Fächer verankert. Interkulturelles Lernen unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen, auf die Vielfalt in den österreichischen Schulklassen einzugehen und Verbindungen zwischen aktuellen gesellschaftlichen und persönlichen Entwicklungen zu bearbeiten.

Die soziale, kulturelle und sprachliche Vielfalt in unserer globalisierten Gesellschaft führt zu einer steigenden Heterogenität von Lebensentwürfen und Familienrealitäten. Dies spiegelt sich auch in unseren Klassenzimmern wider. Interkulturelle Bildung befähigt sowohl Lehrende als auch Lernende zum respektvollen Umgang mit Vielfalt in einer multikulturellen Gesellschaft.

Interkulturelles Lernen ist bereits seit 1992 als fächerübergreifendes und fächerverbindendes Unterrichtsprinzip in den Lehrplänen aller allgemein bildenden Schulen verankert. Zahlreiche Fachlehrpläne enthalten ebenfalls implizite und explizite Bezüge zur Interkulturellen Bildung. 

Interkulturelle Bildung lenkt den Blick der Lehrenden und Lernenden auf (historische und aktuelle) gesellschaftliche Veränderungsprozesse, wie etwa Migrationsbewegungen aus dem globalen Süden nach Europa, Abwanderungsprozesse in ländlichen Regionen und Bevölkerungszunahme im städtischen Raum, vielfältige Biografien und Lebensentwürfe, intergenerationale und soziale Aspekte. Gleichzeitig reagiert sie pädagogisch angemessen auf die Herausforderungen und Chancen, die sich daraus im System Schule ergeben.

Der Grundsatzerlass Interkulturelle Bildung, der 2017 gemeinsam mit Expert/innen unterschiedlicher Disziplinen erarbeitet wurde, beschreibt Inhalte und Umsetzung des Unterrichtsprinzips Interkulturelles Lernen. Er trägt dazu bei, dass das gemeinsame Lernen im Schulalltag in einer wertschätzenden und respektvollen Atmosphäre gelingen kann.

Interkulturelle Bildung – Grundsatzerlass 2017 


Kontakt

Abteilungsleiterin Dr.in Muriel Warga-Fallenböck
Abteilung I/3 - Sprachliche Bildung, Diversität und Minderheitenschulwesen
T +43 1 53120-4722
sprachlichebildung@bmbwf.gv.at

Geändert am: 18.06.2019

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