Verkehrs- und Mobilitätserziehung an Österreichs Schulen

Organisation der Verkehrs- und Mobilitätsbildung 

Auf Bundesebene ist die Verkehrs- und Mobilitätsbildung im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung angesiedelt. An den Bildungsdirektionen ist jeweils eine Person für den Themenbereich zuständig. Die für Verkehrs- und Mobilitätsbildung Zuständigen arbeiten teilweise mit Multiplikator/innenteams an der Umsetzung in den Regionen. Eine Vielzahl von außerschulischen Kooperationspartnern bietet Unterstützung, ist doch die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen gesellschaftspolitisch relevantes Anliegen.
Einen umfassenden Überblick über die Verkehrs- und Mobilitätsbildung in Österreich und über die Bildungsangebote und Aktionen bietet die Website netzwerk-verkehrserziehung.at.

Der Lebensraum Verkehr ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Es ist entscheidend, Kinder so früh wie möglich auf die Teilnahme im Straßenverkehr vorzubereiten. Neben den klassischen Zielen Verkehrssicherheit und verkehrssicheres Verhalten sind  gesundheits- und umweltrelevante Faktoren der Mobilität wesentlich.


Verkehrs- und Mobilitätserziehung im Lehrplan

Verbindliche Übung, Unterrichtsprinzip und unverbindliche Übung

In Österreich ist Verkehrserziehung für Kinder in den Volksschulen von der 1. bis zur 4. Schulstufe, in Allgemeinen Sonderschulen auch in der 5. Schulstufe als verbindliche Übung vorgesehen. Die Jüngsten werden in Volksschulen jeweils 10 Stunden, in Allgemeinen Sonderschulen jeweils 8 Stunden pro Schuljahr auf die Gefahren im Straßenverkehr vorbereitet. In den ersten drei Schulstufen werden unter Aufsicht eines Lehrers/einer Lehrerin gemeinsam mit der Exekutive praktische Übungen in der Verkehrswirklichkeit durchgeführt (Standardprogramm). 

Die Vorbereitung auf die Teilnahme am Straßenverkehr als Radfahrer/in bildet einen Schwerpunkt auf der 4./5. Schulstufe (Erwerb des Radfahrausweises).

In den NMS und Unterstufen der allgemeinbildenden höheren Schulen besteht die Möglichkeit, Verkehrserziehung im Rahmen der Freigegenstände und unverbindlichen Übungen (Interessen- und Begabungsförderung mit dem Schwerpunkt "Verkehrserziehung") zu belegen. An Allgemeinen Sonderschulen ist Verkehrserziehung als unverbindliche Übung von der 6. bis 8. Schulstufe im Lehrplan verankert. 

An Polytechnischen Schulen kann Verkehrserziehung in der 9. Schulstufe als unverbindliche Übung angeboten werden. Darüber hinaus können allgemeinbildende höhere Schulen (AHS) sowie berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMS, BHS) in der 9. oder 10. Schulstufe die unverbindliche Übung Verkehrserziehung (1 Wochenstunde) anbieten. Im Mittelpunkt steht dabei die praktische und theoretische Vorbereitung auf die Prüfung zum Erwerb des Mopedführerscheins. 


Grundsatzerlass zum Unterrichtsprinzip Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Der Grundsatzerlass will dazu motivieren, sich in allen Bildungseinrichtungen mit den im Erlass angesprochenen Themen aktiv und kritisch auseinanderzusetzen.
Gleichzeitig wird allen Beteiligten für die bisher im Rahmen der Verkehrs- und Mobilitätserziehung geleistete Arbeit gedankt!

Inhalte des Grundsatzerlasses:

  • Ausgangsdefinition
  • Aufgaben und Ziele
  • Grundlagen
  • Umsetzung und Kompetenzerwerb
  • Unterrichtsformen
  • Kooperationspartner
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Kontaktadressen und Internet
  • Kontakte

Zum Erlass


Netzwerk für Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Verkehrserziehung: Netzwerk Verkehrserziehung - Screenshot

Aktuelle Themen zu Verkehrs- und Mobilitätserziehung und  Verkehrssicherheit

Das Netzwerk Verkehrserziehung ist eine Website, die vom BMBWF für die schulische Verkehrserziehung / Mobilitätserziehung erstellt worden ist. Angesprochen werden Pädagog/innen, Eltern und am Thema Verkehrssicherheit und Mobilität Interessierte. 
Die Site soll die vielfältigen Angebote der Verkehrserziehung in und für die Schule widerspiegeln. 

Im Magazin werden alle 2 Wochen aktuelle Themen aufgegriffen und vorgestellt.
Die Website soll im Sinne eines Netzwerkes aller im Bereich der Verkehrssicherheit Tätigen weiter ausgebaut werden und weiter wachsen. 

Ideen und Anregungen, Beiträge sind immer willkommen!
Bitte wenden Sie sich an die Redaktion: 
sabine.bauer@bmbwf.gv.at


Geändert am: 23.05.2019

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