Soziale und personale Kompetenzen

Den sozialen und personalen Kompetenzen kommt im Schulalltag eine besondere Stellung zu: Sie legen den Fokus ihres Mehrwerts auf die Persönlichkeit der Schülerin, des Schülers in der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt. Qualitäten wie Reflexionsfähigkeit, bewusstes Einbringen in die Gemeinschaft, Wachsen an Aufgaben, bewusstes Aneignen von Verhaltensregeln im sozialen Miteinander sind nur einige wesentliche Aspekte.

Die Förderung sozialer und personaler Kompetenzen kann als Querschnittsaufgabe schulischer Ausbildung gesehen werden, die sich auf den gesamten Schulalltag und die gesamte Schule bezieht. Entsprechend gibt es verschiedene Ansätze, soziale und personale Kompetenzen zu fördern. Ausgehend von der Frage „Wie kann die Organisation Schule soziale und personale Kompetenzen fördern?“ lassen sich drei Ansatzpunkte unterscheiden (Ripplinger, 2011):

  1. Förderung sozialer/personaler Kompetenzen im Unterricht/in der Klasse,
  2. außerunterrichtliche Angebote in der Schule und
  3. die Förderung sozialer/personaler Kompetenzen im Schulleben und in der Verankerung in der Schulkultur.

Zu 1) Förderung im Unterricht: Die Förderung von sozialen und personalen Kompetenzen kann direkt oder indirekt geschehen. Bei der direkten Förderung sind die sozialen und/oder personalen Kompetenzen vorrangiger Lerninhalt und werden durch spezifische Übungen und Unterrichtsbeispiele oder durch Klassenregeln gefördert. Zur direkten Förderung gehört auch, wenn soziale und/oder personale Kompetenzen ein eigener Unterrichtsgegenstand sind. Bei indirekten Förderansätzen werden Unterrichtsmethoden genutzt, welche die Beschäftigung mit einem Sachverhalt und den Erwerb von sozialen und/oder personalen Kompetenzen fördern (z. B. Methoden des Lernens in der Gruppe).

Zu 2) Außerunterrichtliche Angebote: Soziale und personale Kompetenzen werden häufig auch über außerunterrichtliche Angebote wie Projekte, MentorInnenprogramme oder Praktika gefördert.

Zu 3) Schulleben: Maßnahmen zur Förderung sozialer und personaler Kompetenzen können sich auch auf die Schule als Organisation und als ein Gemeinwesen beziehen. Auf dieser Ebene ist z. B. das Schulprogramm zu nennen, in dem eine Schule ihr Leitbild konkretisiert und Schwerpunkte für ihre mittel- oder langfristige Entwicklung setzt.

Vgl.: Ripplinger, Jürgen (2011): Lernziel Sozialkompetenz. Wie Schulen soziales Lernen systematisch fördern können.
Stuttgart: Agentur Mehrwert.(2013-11-19)

Kompetenzen

Kompetenzenlandkarte Soziale und personale Kompetenzen (pdf, 220 KB)

Prototypische Beispiele

Prototypische Beispiele Soziale und personelle Kompetenzen (pdf, 235 KB)

Unterstützungsstruktur

Zum Bildungsanliegen „Soziale und personale Kompetenzen“ liegen in der Berufsbildung Bildungsstandards vor.

Lehrplanbezüge

Soziale und personale Kompetenzen - Lehrplanbezug (pdf, 744 KB)

Literaturhinweise

Literaturhinweise (pdf, 642 KB)

Ansprechpartnerin im BMB

Mag.a Ulrike Zug (Abt. I/1)
ulrike.zug@bmb.gv.at

Geändert am: 06.04.2018

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